Ein Mann in seinen Zwanzigern hat offenbar versucht, in die Sicherheitszone rund um das Anwesen Mar-a-Lago des US-Präsidenten Donald Trump in Florida einzudringen.
Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf den Secret Service berichtet, wurde der Verdächtige dabei von Einsatzkräften erschossen. Trump selbst hielt sich zum Zeitpunkt des Vorfalls in Washington auf.
Der Secret Service, das FBI sowie die Polizei von Palm Beach kündigten eine gemeinsame Pressekonferenz an, um nähere Details bekanntzugeben.
Erst kürzlich wurde ein 59-jähriger US-Bürger in Florida wegen versuchten Mordes an Donald Trump zu lebenslanger Haft verurteilt. Trump blieb unverletzt. Die Vorsitzende Richterin Aileen Cannon sprach von einer "vernünftigen Strafe" für Ryan Routh. Diese solle "die Öffentlichkeit vor zukünftigen Straftaten" Rouths schützen.
Laut Gericht hatte der Dachdecker vor, Trump im September 2024 beim Golfspielen zu erschießen – nur wenige Wochen vor der Präsidentschaftswahl. Ein Sicherheitsbeamter sagte im Prozess aus, er habe Routh am Rand von Trumps Golfplatz in West Palm Beach entdeckt.
Er eröffnete das Feuer auf den Mann, der sich offenbar mit einem Gewehr im Gebüsch versteckt hatte. Routh konnte zunächst flüchten, wurde aber später festgenommen. Trump blieb bei dem Vorfall unverletzt.
Im Prozess verteidigte sich der Dachdecker über weite Strecken selbst und plädierte auf "nicht schuldig". Erst am Ende des Verfahrens nahm der zeitweise verwirrt wirkende Routh einen Anwalt an.
Der vorbestrafte Mann gab an, Trump im Jahr 2016 selbst noch gewählt zu haben. Nach der ersten Amtszeit des Rechtspopulisten (2017 bis 2021) zeigte er sich aber enttäuscht und nannte Trump einen "Pavian" und einen "Idioten".
Trump hatte vor dem versuchten Anschlag bereits ein weiteres Attentat überlebt, das weltweit für Aufsehen sorgte. Ein Schütze verletzte ihn am 13. Juli 2024 bei einem Wahlkampfauftritt in Butler, Pennsylvania, am Ohr. Der Attentäter wurde vom Secret Service erschossen.
Trump streckte danach die Faust in die Höhe und rief seinen Anhängern zu "Kämpft, kämpft" ("Fight, fight"). In seiner Antrittsrede im Jänner 2025 sagte der Präsident zu dem Vorfall: "Ich wurde von Gott gerettet, um Amerika wieder großartig zu machen."