In einem Wiener Spital wurde bei zwei Patienten Dienstagabend eine erschreckende Diagnose ausgestellt: Kohlenmonoxid-Vergiftung! Sofort wurde die Wiener Berufsfeuerwehr zur Wohnadresse der Betroffenen in der Schwaigergasse (21.) alarmiert, um den mutmaßlichen CO-Unfall zu untersuchen.
Zum Glück war es nicht zu spät. Dort befanden sich weitere Personen bei denen niedrige CO-Werte im Blut festgestellt wurden. Sie wurden dem Rettungsdienst übergeben. Die Wohnungsfenster wurden geöffnet und die Wohnung mit einem Hochleistungslüfter belüftet.
Die Ursache der Kohlenstoffmonoxid-Vergiftungen waren zwei mobile Klimageräte, die ihre warme Abluft ins Freie geblasen haben. Dadurch entstand in der Wohnung Unterdruck: Die Abluft der Gastherme konnte so nicht mehr durch den Rauchfang abziehen, sondern verbreitete sich in den Wohnräumen.
Unter normalen Umständen ist eine Gastherme absolut sicher, hält die Berufsfeuerwehr fest. Probleme mit einer erhöhten Kohlenstoffmonoxid-Konzentration kann es jedoch geben, wenn Therme oder Rauchfang nicht oder nur schlecht gewartet sind, es besonders heiß ist oder wenn Ventilatoren die Luft aus der Wohnung ins Freie saugen. Das betrifft etwa mobile Klimaanlagen oder Dunstabzugshauben, die über einen Schlauch die Abluft ins Freie blasen oder über ein mit einer Spezialdichtung abgedichtetes gekipptes Fenster.
Die Berufsfeuerwehr Wien rät, beim Betrieb der Therme im Sommer – beim Duschen oder Geschirr abwaschen – Fenster und Türen zu dem Raum zu öffnen, in dem die Therme montiert ist.
Hohe Temperaturen begünstigen zudem CO-Unfälle: durch große Hitze kann sich in den Rauchfängen eine Art Luftstoppel bilden. Die Abgase sind im Vergleich zur Außenluft nicht heiß genug und können dadurch nicht mehr abziehen.
Daher ist es wichtig, die Gastherme regelmäßig zu warten, den Rauchfang regelmäßig überprüfen zu lassen und beim Einbau neuer Türen oder Fenster den Rauchfangkehrer zu kontaktieren. Dieser muss feststellen, ob die Therme noch ausreichend Verbrennungsluft bekommt.
Kohlenstoffmonoxid ist ein farb- und geruchloses Gas. Gelangt es über die Lunge in den Blutkreislauf, bindet es sich – vereinfacht – an die roten Blutkörperchen und verhindert den Sauerstofftransport im Körper. Der Organismus erstickt innerlich.
Symptome einer leichten Kohlenstoffmonoxid-Vergiftung sind Kopfschmerzen, Schwindel und grippeähnliche Symptome. Wenn solche Symptome auftreten, sofort den gefährdeten Bereich verlassen und Rettung und Feuerwehr verständigen.