Ukraine

Mobiles Krematorium lässt Putins Opfer verschwinden

Russische Truppen sollen in der Stadt Mariupol ein mobiles Krematorium nutzen, um zivile Opfer und Spuren von Kriegsverbrechen zu verwischen.
06.04.2022, 18:36

Die russischen Besatzer setzen in der Hafenstadt Mariupol offenbar ein mobiles Krematorium ein, um Leichen so schnell wie möglich verschwinden zu lassen und Spuren von Kriegsverbrechen zu verwischen. Dies berichtet die ukrainische Nachrichtenagentur "Interfax" auf Berufung auf den Stadtrat von Mariupol. Schon in der Vergangenheit tauchten Videoaufnahmen eines Ofens auf, der in einen LKW verbaut ist.

Alle aktuellen Entwicklungen zum Ukraine-Krieg im LIVE-TICKER >

Der britische Verteidigungsminister vermutet, dass mobile Krematorien in der Ukraine angewendet werden. Damit könnten auch menschliche Überreste verbrannt werden. Demnach hätten die russischen Militärs nach den grausamen Entdeckungen in Butscha ihre Truppen instruiert, jegliche Spuren von Kriegsverbrechen so schnell wie möglich verschwinden zu lassen. Dafür haben die russischen Truppen laut dem Bericht auch spezielle Brigaden gebildet, die die Leichen von getöteten Zivilisten beseitigen sollen.

Kommandeur der Gräueltaten von Butscha identifiziert

Das journalistische Projekt "InformNapalm" hat laut eigenen Angaben den Kommandeur identifiziert, unter dessen Führung die Kriegsverbrechen in Butscha stattgefunden haben sollen. Dabei handle es sich um den Oberstleutnant Azatbek Omurbekov, der die Einheit 61460 der 64. Motorschützenbrigade führt, wie das Projekt auf Twitter schreibt.

Der Bericht deckt sich mit Informationen, nach denen sich die 64. Motorschützenbrigade zum Zeitpunkt der Gräueltaten in Butscha, einem Vorort von Kiew, aufgehalten haben soll. Nebst der Identität des Kommandeurs veröffentlichte "InformNapalm" auch den Wohnort, die E-Mail-Adresse und die Telefonnummer von Omurbekov, wie "n-tv" berichtet.

Jetzt E-Paper lesen