Savannah Guthrie hat die US-Morgensendung "Today" am Mittwoch überraschend vorzeitig verlassen. Rund 90 Minuten nach Beginn der Live-Show erklärte Co-Moderator Craig Melvin den Zuschauern knapp: "Savannah musste etwas früher gehen. Sie ist aber morgen wieder zurück."
Eine genaue Erklärung gab es zunächst nicht. Laut "Page Six" soll der spontane Abgang jedoch nichts mit dem dramatischen Verschwinden ihrer Mutter zu tun gehabt haben. Demnach habe Guthrie lediglich einen wichtigen Termin wahrnehmen müssen.
Dennoch überschattet das Familiendrama weiterhin ihren Alltag. Guthries Mutter Nancy gilt seit dem 31. Januar als vermisst. Die Polizei geht davon aus, dass die 84-Jährige aus ihrem Zuhause in Tucson entführt wurde. Gemeinsam mit ihren Geschwistern bittet die Moderatorin seither immer wieder öffentlich um Hinweise.
Wegen der belastenden Situation hatte sich Guthrie zwei Monate aus der NBC-Sendung zurückgezogen. Anfang April kehrte sie schließlich emotional ins Studio zurück. "Es ist schön, wieder zuhause zu sein", sagte sie damals zu Beginn der Show.
Insider berichteten zudem, dass Mitarbeiter des Senders angewiesen worden seien, ihre Rückkehr möglichst nüchtern zu behandeln und das Verschwinden ihrer Mutter nicht öffentlich anzusprechen. Hinter den Kulissen soll die Situation für alle Beteiligten äußerst belastend sein.
In einem Interview mit Hoda Kotb erklärte Guthrie zuletzt, warum sie trotz der schwierigen Lage wieder vor die Kamera zurückgekehrt sei. Ihre Freude im Studio sei mittlerweile eine Art "Antwort" auf die schwere Zeit.
Ein ehemaliger FBI-Agent erklärte zuletzt außerdem, dass Guthries tägliche Präsenz im Fernsehen den Druck auf mögliche Täter erhöhen könnte. Durch ihre nationale Bekanntheit bleibe der Fall ständig im Fokus der Öffentlichkeit.