Im nächsten Jahr werden 24 Rennen in der Formel 1 ausgetragen - so viele wie noch nie in einer Saison. Hinzu kommen nun auch definitiv sechs Sprintrennen. Das hat die Motorsport-"Königsklasse" am Dienstag offiziell bekannt gegeben.
Dem waren jedoch zähe Verhandlungen vorausgegangen, schließlich einigten sich alle Teams und der Formel-1-Rechteinhaber Liberty Media bereits im April auf die Steigerung der Sprints, die das klassische Qualifying am Samstag ersetzen. Das Ergebnis des Sprintrennens ergibt die Startaufstellung des Großen Preises am Sonntag.
Monatelang legte sich der Weltverband FIA allerdings quer. Präsident Mohammed bin Sulayem soll demnach bis zuletzt Bedenken hinsichtlich steigender Kosten gehabt haben. Am Dienstag folgte aber die Einigung. "Der Sprint bietet Action an drei Tagen. Die Fahrer kämpfen von Freitag bis Sonntag um etwas, das gibt dem Wochenende mehr Dramatik und Spannung", meinte Formel-1-Boss Stefano Domenicali.
An einem Wochenende mit einem Sprintrennen erfolgt die Qualifikation dafür bereits am Freitag. Das Ergebnis des Sprints über 100 Kilometer ergibt schließlich die Startaufstellung für das Rennen am Sonntag. Die besten acht erhalten Punkte.
In der laufenden Saison wurden Sprints in Imola, Spielberg und Sao Paulo angesetzt. Wo in der kommenden Saison gefahren wird, ist noch offen. Bereits für 2022 waren sechs Sprints vorgesehen, es sollte auch in Bahrain, Kanada und den Niederlanden ein Kurzrennen ausgetragen werden. Allerdings gab es dafür keine Einigung mit den Formel-1-Teams.