Monza-Debakel! Wie es jetzt mit Vettel weitergeht

Sebastian Vettel
Sebastian VettelBild: imago sportfotodienst
Ferrari-Party in Monza! Nach dem Heimsieg von Shootingstar Charles Leclerc jubeln die Tifosi dem 21-jährigen Monegassen zu. Und Sebastian Vettel steht im Eck.
Der viermalige Weltmeister hat am Sonntag einen neuen Tiefpunkt erlebt. Dreher, Crash, Strafe, überrundet. Die Nachwirkungen wird der Deutsche wohl noch länger spüren.

Die sechste Runde beim Grand Prix von Italien zerstörte dem Deutschen das Rennen – und möglicherweise auch die gesamte Saison. Vettel verlor in der Variante Ascari das Heck, drehte sich weg. Dann das Blackout: Vettel wendete mitten im Verkehr, erwischte Lance Stroll. Dafür gab es die 10-Sekunden-Strafe. Vettel kam nur auf Rang 13, wurde überrundet.

Es ist der bisherige Tiefpunkt einer Saison, die für den Deutschen so gar nicht nach Wunsch läuft. Während Leclerc zwei Siege in nur sieben Tagen feiert und den Ferraristi den ersten Heimsieg seit neun Jahren schenkt, ist der Vierfach-Champion nur ein Schatten seiner selbst.

CommentCreated with Sketch.6 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. "Es war mein Fehler. Ich war überrascht, wie leicht das Heck geworden ist"; nahm der Deutsche die Schuld für das Chaos-Rennen auf sich. "Es war nicht möglich, irgendetwas zu sehen", rechtfertigte sich der Deutsche für den Crash mit Stroll.

Leclerc gelang mit den 25 Punkten für den Sieg die Wachablöse im Team. Der Monegasse zog auch in der WM-Wertung an seinem Teamkollegen vorbei (182:169), reist als neue Nummer eins zum Grand Prix von Singapur.

Auch wenn Teamchef Mattia Binotto den Ball noch flach hält und gegenüber der Bild klarstellte: "Vettel ist der Anführer." Und bei RTL meinte: "Wir müssen ihn wieder aufrichten, kümmern uns gut um ihn. Auch andere Piloten haben schon Fehler gemacht."

Leclerc allerdings bei seinen beiden Siegen nicht. Der erst 21-Jährige ist nun die Ferrari-Hoffnung auf den dritten WM-Rang, den aktuell noch Red-Bull-Ass Max Verstappen hält. Sogar Rang zwei scheint möglich. Wenn Sebastian Vettel zum Wasserträger wird.

Und über allem schwebt immer noch die ungeklärte Zukunft des Deutschen. Obwohl Vettels Vertrag noch eine Saison läuft, halten sich Abschieds-Gerüchte von Ferrari hartnäckig. Und werden jetzt nicht leiser werden...

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