Fall vor Lösung

Mord an Tupac Shakur: Prozess startet nach 30 Jahren!

Er war auf dem Höhepunkt seiner Karriere, als der Rapper 1996 erschossen wurde. Nun steht Duane Davis vor Gericht, der hinter dem Mord stecken soll.
Heute Entertainment
10.08.2026, 16:37
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Es war ein Schock für Fans des Rap-Superstars Tupac Shakur, als er am 7. September 1996 aus einem vorbeifahrenden Auto erschossen wurde. Weniger Tage später erlag der 25-Jährige seinen Verletzungen. Bis heute ist nicht gänzlich geklärt, wer hinter dem Anschlag im Rahmen von Gang-Streitigkeiten steckt.

30 Jahre (!) danach steht nun ab 10. August das mutmaßliche, ehemalige Bandenmitglied Duane "Kedde D" Davis in Las Vegas vor einem Geschworenengericht. Die Verhandlung wird live übertragen.

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Gang-Rivalitäten

Am Abend des Attentats saß Rapper 2Pac damals neben Musikmogul Marion "Suge" Knight, dem Chef seines Labels Death Row Records, in einem schwarzen BMW. Auf dem Weg zu einem geplanten Auftritt hielt ein weißer Cadillac an einer Kreuzung neben dem Auto an und schoss mehrfach auf den Musiker.

Wenige Stunden davor war es im MGM Grand Hotel in Las Vegas beim Boxkampf von Mike Tyson gegen Bruce Sheldon zu einer Prügelei gekommen, die laut Anklage zum Mord an Tupac Shakur geführt haben soll. In der Lobby sollen der Rapper und seine Entourage Orlando "Baby Lane" Anderson, ein Mitglied der South Side Compton Crips, angegriffen haben.

Dessen Neffe "Keffe D" soll sich später dafür gerächt haben. Er wird beschuldigt, den Vergeltungsangriff organisiert und die Waffe dafür bereitgestellt zu haben. Wer genau die tödlichen Schüsse abgegeben haben soll, ist weiterhin umstritten. Orlando Anderson soll selbst abgedrückt haben, doch das ist bis heute nicht gerichtlich festgestellt. Er kann dazu jedoch auch nicht mehr vernommen werden, da er zwei Jahre nach 2Pac bei einer Schießerei starb.

Angeklagter machte sich verdächtig

Das Merkwürdige an dem Fall ist, dass Davis jahrzehntelang öffentlich über die Tat gesprochen hat. In Interviews und später in seinen Memoiren "Compton Street Legend" beschrieb er, dass er im Cadillac gesessen habe, aus dem geschossen wurde.

Diese Aussagen wurden schließlich zu einem wesentlichen Bestandteil der neuen Ermittlungen. 2023 durchsuchte die Polizei ein Haus im Zusammenhang mit dem Fall, im September desselben Jahres wurde Davis festgenommen und von einer Grand Jury wegen Mordes angeklagt.

Warum die Ermittlungen vorher so lange feststeckten, hat mehrere Gründe: Zeugen kooperierten teilweise nicht, mehrere Beteiligte starben im Laufe der Jahre, und es fehlten starke Beweise wie eine zweifelsfrei zugeordnete Tatwaffe.

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