Mord in OÖ: "So überwältigten wir den Täter"

Im "Zaubertal" wurde eine 25-jährige Frau getötet.
Im "Zaubertal" wurde eine 25-jährige Frau getötet.fotokerschi.at
Nach dem Mord in Leonding sprach "Heute" mit Georg W. (78), der mit seinem Sohn den mutmaßlichen Täter überwältigte, dann mit Kabelbindern fesselte.

Seine achtjährige Enkelin war zu ihm hinübergerannt, schildert der 78-jährige Georg W. (er wohnt im Haus nebenan) die dramatischen Szenen Sonntagvormittag kurz nach 9 Uhr im Zaubertal in Leonding.

"Es sei etwas passiert", habe ihm das Mädchen aufgebracht mitgeteilt. Wie berichtet, soll kurz zuvor ein 29-Jähriger im Keller des Hauses ihrer Eltern die Studentin Emy A. (25) getötet haben. 

Laut dem Pensionisten war das Mädchen durch Geräusche wach geworden, schaute nach und wurde dadurch Zeugin der Tat. "Ich bin gleich ins Haus meines Sohnes Andreas (39) gelaufen, sah, dass er einen Mann überwältigt hatte. Er schrie nur: 'Schnell, hol' Kabelbinder. Das hab' ich dann gemacht. Und gemeinsam haben wir ihn gefesselt und die Polizei und den Krankenwagen alarmiert", so der 78-Jährige.

Am Kellerboden lag auch seine Schwiegertochter Heidy W. (39), die kurz nach ihrer Tochter ebenfalls in den Keller gelaufen war. Der Spanier Gabriel N. hatte auch sie angegriffen. Georg W.: "Sie hatte Würgemale am Hals und auch eine Verletzung am Kopf. Sie wurde ins Spital gebracht. Wenn mein Sohn nicht dazugekommen wäre, dann hätte er vermutlich auch sie getötet."  

Gefesselt konnte der mutmaßliche Täter an die Polizei übergeben werden. Für Eny A., die in Linz im Rahmen eines Studentenaustauschprogramms ein Wirtschaftsstudium absolviert hat, kam jede Hilfe zu spät.

Der 29-Jährige Gabriel N. (er ist mit der Ehefrau von Andreas W. verwandt) war übrigens schon im Sommer eine Woche in Linz gewesen. Er besuchte Heidy (stammt aus Honduras) und deren Halbschwester Eny. "Damals wurde vereinbart, dass er mit uns gemeinsam Weihnachten feiert", so Georg W.

Am 22. Dezember kam er dann auch, wie besprochen, nach Oberösterreich. "Wir sind am 24. Dezember noch zusammengesessen. In den nächsten Tagen wollte er heimfliegen."

Doch dann kam es zu den schrecklichen Ereignissen Sonntagfrüh. Ein Motiv zu dem Angriff gegen die Studentin ist derzeit noch nicht bekannt. Der mutmaßlich Täter gab nur an, dass er Eny A. getötet habe.

Von der Staatsanwaltschaft wurde eine Obduktion angeordnet.

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