Ein 21-jähriger Mann starb am 1. Oktober an den Folgen einer Stichverletzung. Nun muss sich der mutmaßliche Täter in Wien vor Gericht verantworten.
Die Staatsanwaltschaft hat gegen den ehemaligen Profi-Boxer Anklage wegen Mordes erhoben. Der Angeklagte ist selbst erst 22 Jahre alt. Im Ring trug er den Spitznamen "The Hunter". Laut der Website "Boxrec" hat er seine aktive Karriere beendet.
Er soll das Opfer in Ottakring an der U6-Station Thaliastraße aus nichtigem Anlass mit einem Springmesser erstochen haben. Eine verbale Auseinandersetzung eskalierte, verlagerte sich in Richtung Gürtel und wurde handgreiflich.
Der Hauptangeklagte, ein Tschetschene, stach mit seinem Messer acht Mal zu. Während das Opfer aus Serbien um Hilfe bat, soll ein Mitangeklagter auf ihn losgegangen sein. Der 27-jährige Afghane habe in Richtung des Kopfes getreten. Obwohl er nicht traf, muss er sich wegen versuchter absichtlicher schwerer Körperverletzung vor Gericht verantworten.
Währenddessen setzte der Hauptangeklagte seine Rage fort, fügte einem 23-jährigen Bulgaren Stichverletzungen zu. Im Gegensatz zum ersten Opfer überlebte er.
Am 25. Juni findet die Hauptverhandlung statt, dem Tschetschenen wird dieses Faktum als versuchter Mord angelastet. (Heute Sport)