In der Nacht auf Donnerstag erlebte Kiew den "schwersten Angriff seit Kriegsbeginn". Drohnen und Raketen hagelten auf die Stadt nieder. Am Ende kamen in der Horror-Nacht über 20 Menschen ums Leben.
Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj macht sich ein Bild der Lage. An einem der Einschlagsorte kündigte er vor Journalisten Vergeltung für die Angriffe an. "Wir sind für einen gerechten Frieden, eine gerechte Beendigung des Kriegs, und solange es das nicht gibt, für gerechte Reaktionen", so Selenskyj.
Wie "FOCUS-online" berichtete, dürfte diese Haltung auch bei den ukrainischen Streitkräften angekommen sein. Bereits seit Monaten setzt man den Russen vor allem mit Drohnenangriffen zu. Laut dem Kommandeur der "Streitkräfte für unbemannte Systeme", Robert Brovdi, konzentriere man sich dabei auf die Krim.
Weitere Ziele seien die Regionen Donezk, Luhansk und Saporischschja. Aber auch die russische Hauptstadt selbst könnte es bald erneut treffen, wenn man der Aussage des Kommandeurs Glauben schenken möchte. "Moskau wird fallen", so die Ansage Brovdis.
Indes kamen zwei Menschen bei einem Drohnenangriff auf einen belarussischen Reisebus am Grenzübergang Krasny Kamen in der Region Brjansk ums Leben. Seitens der Ukraine dementiert man eine Beteiligung. Der Leiter des ukrainischen Zentrums zur Bekämpfung von Desinformation, Andrij Kowalenko, sprach von einem Täuschungsmanöver der Russen.