Party geplatzt! Valentino Rossi sah bei seinem 300. MotoGP-Rennen in Silverstone wie der Jubiläums-Sieger aus. Doch Andrea Divizioso fing den "Doktor" ab.
Jubiläums-Triumph knapp verpasst! Bei seinem 300. Start in der Motorrad-Königsklasse sah MotoGP-Ikone Valentino Rossi lange wie der Sieger aus – doch Andrea Dovizioso ließ die Party des "Dottore" platzen. Drei Runden vor Schluss holte er den Yamaha-Star ein – und übernahm mit dem vierten Saisonsieg in Silverstone auch die WM-Führung von Marc Marquez. "Schade", meinte Rossi, der am Ende hinter Dovizioso und Maverick Vinales Dritter wurde.
Traumstart von Rossi
Rossi war schon vor dem Start wild entschlossen, den Fans bei seinem 300. Auftritt in der Motorrad-Königsklasse eine tolle Show zu liefern – und er hielt Wort: Platz eins gleich nach dem Start, Rundenrekord! Hinter ihm lauerten Maverick Vinales, Andrea Dovizioso, Marc Marquez und Cal Crutchlow in einer Verfolgergruppe.
Motor explodiert
Dann Pech für Marquez! Gemeinsam mit Dovizioso arbeitete sich der Spanier an Leader Rossi heran, dann aber explodierte der Motor seines Honda-Bikes. Marquez konnte einen Sturz mit Mühe verhindern, zog eine Ölspur über die Strecke. Damit verlor er auch die WM-Führung, Dovizioso raste hinter Rossi Richtung Platz eins der Gesamtwertung.
226. Stockerlplatz
Am Ende konnte Rossi das hohe Tempo aber nicht über die volle Distanz halten. Drei Runden vor Schluss holte ihn Dovizioso ein – und überholte den Italiener mit Leichtigkeit. Auch Maverick Vinales hatte mit seinem Yamaha-Teamkollegen kein Mitleid und schnappte sich den zweiten Platz. Ein kleiner Trost für Rossi, der nach dem Rennen fair gratulierte: Der 226. Karriere-Stockerlplatz bei klassenübergreifend 357 Rennen.
Punkte für KTM
Grund zur Freude gab es in der KTM-Box: Die oberösterreichische Motorrad-Schmiede sammelte mit Platz elf von Pol Espargaro wieder WM-Punkte. Wermutstrophen: Teamkollege Bradley Smith kam auf dem 17. und damit letzten Platz ins Ziel. Espargaro überstand einem Sturz direkt nach der Zieldurchfahrt ohne schweren Verletzungen. (gr)