Ein ungewöhnlicher Vorfall am größten deutschen Flughafen: Vier Mitarbeiter des Frankfurter Airports haben sich mit Malaria infiziert.
Die Übeltäterin war eine Mücke, die offenbar als blinder Passagier mit einem Flugzeug aus einem Malariagebiet nach Deutschland gelangt war.
Bei den Betroffenen handelt es sich um Airport-Mitarbeiter, die selbst nicht in ein Risikogebiet gereist waren. Sie wurden durch die eingeschleppte Mücke gestochen und erkrankten daraufhin an der tropischen Infektionskrankheit.
Wie NTV berichtet, spricht man in solchen Fällen von sogenannter "Airport-Malaria" oder "Flughafen-Malaria". Diese seltene Variante tritt auf, wenn infizierte Mücken mit Flugzeugen aus Endemiegebieten eingeschleppt werden und dann am Zielflughafen Menschen stechen.
In der Regel werden Malaria-Fälle in Deutschland bei Reiserückkehrern registriert, die sich in tropischen Ländern angesteckt haben. Dass sich Menschen direkt am Flughafen ohne eigene Reise in ein Risikogebiet infizieren, kommt nur sehr selten vor.
Malaria wird durch Parasiten verursacht, die von Anopheles-Mücken übertragen werden. Die Krankheit ist in vielen tropischen und subtropischen Regionen verbreitet und kann bei ausbleibender Behandlung lebensbedrohlich sein. Mit rechtzeitiger Therapie ist Malaria jedoch gut behandelbar.