Risiko nach Tropenurlaub

Mediziner warnt: "Gelsen nicht anstecken"

Wer aus tropischen Regionen heimkehrt, sollte sich noch zwei Wochen vor Gelsen schützen – weil man das Insekt infizieren könnte.
Heute Life
01.07.2026, 13:03
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Gelsen können Krankheiten auf Menschen übertragen, das ist bekannt. Doch dass es auch andersherum funktioniert, wissen die wenigsten. Genau davor warnt jetzt ein deutscher Reisemediziner und empfiehlt Urlaubsrückkehrern aus tropischen Gebieten besondere Vorsicht.

Tomas Jelinek, Präsident der Deutschen Fachgesellschaft für Reisemedizin, erklärt: "Wir empfehlen, dass Reiserückkehrer noch zwei Wochen konsequent darauf achten, damit sie die Mücken nicht anstecken." Was zunächst paradox klingt, hat einen ernsten Hintergrund.

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Wie utopia.de berichtet, können Viren, die Dengue-Fieber oder Chikungunya auslösen, durch Urlaubsrückkehrer eingeschleppt werden. Gerade bei Dengue verläuft die Erkrankung nicht selten ohne Symptome – Betroffene wissen also gar nicht, dass sie infiziert sind.

Tigermücken bereits in Österreich heimisch

Saugen Tigermücken das Blut eines Infizierten und stechen danach eine andere Person, geben sie das Virus weiter. Die asiatische Tigermücke hat sich mittlerweile auch in Österreich in Städten wie Wien und Graz etabliert und wird nicht mehr verschwinden.

Das sei kein theoretisches Szenario, betont Jelinek. In Südeuropa komme es seit Jahren immer wieder zu lokalen Ausbrüchen. Wer beispielsweise aus Thailand zurückkommt und sich in Gebiete setzt, wo es diese Mücken gibt, riskiere eine Infektion der Tiere.

Was Reiserückkehrer tun sollten

"Das kann Ihnen persönlich egal sein, aber es ist halt nicht nett gegenüber anderen", sagt der Mediziner. Sein Rat: Auch nach dem Urlaub an lange Kleidung und Mückenspray denken, um sich vor Stichen zu schützen.

Der Experte erwartet in den kommenden Jahren auch in Deutschland und Österreich kleinere Infektionsgeschehen mit solchen ursprünglich tropischen Krankheiten. Mit etwas Vorsorge kann aber jeder Reiserückkehrer die Wahrscheinlichkeit dafür verringern.

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