Die asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) ist mittlerweile auch in unseren Breiten angekommen. Das Insekt kann gefährliche Krankheiten wie Dengue-Fieber, Zika-Fieber, West-Nil-Fieber und Chikungunya-Fieber übertragen, die im schlimmsten Fall tödlich enden können.
Doch viele Menschen können die invasive Art nicht von der harmlosen heimischen Ringelmücke (Culiseta annulata) unterscheiden. Beide Mückenarten haben gestreifte Beine, was zu Verwechslungen führt.
Wie chip.de berichtet, gibt es aber klare Unterscheidungsmerkmale: Die Tigermücke hat einen schwarzen Körper mit auffälligen weißen Streifen, während die Ringelmücke einen gelblich-bräunlichen Farbton aufweist.
Auch bei der Größe gibt es Unterschiede: Die heimische Ringelmücke wird 10 bis 13 Millimeter groß, die Tigermücke erreicht selten mehr als 8 Millimeter.
Ein weiteres wichtiges Merkmal ist das Verhalten: Die Tigermücke sticht auch tagsüber und ist dabei sehr aggressiv. Die Ringelmücke hingegen wird erst in der Dämmerung oder nachts aktiv.
Der Aufenthaltsort kann ebenfalls Aufschluss geben. Während der Tigermücke bereits kleinste Wasserstellen für ihre Brut genügen, bevorzugt die Ringelmücke größere stehende Gewässer wie Regentonnen, Straßengräben oder Tümpel.
Wer sich unsicher ist, kann auch Apps wie Picture Insect zur Bestimmung nutzen. Bei einem Fund einer vermeintlichen Tigermücke sollte man das zuständige Gesundheitsamt informieren.