Schwere Verläufe bei Menschen

Tödlicher Katzenpilz breitet sich rasant aus

Ein gefährlicher Pilz, der Katzen und Menschen infizieren kann, verbreitet sich in Südamerika – Experten warnen vor einer Ausbreitung nach Nordamerika
Newsdesk Heute
18.06.2026, 14:12
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Ein aus Brasilien stammender Pilz namens Sporothrix brasiliensis sorgt derzeit für Aufsehen unter Gesundheitsexperten. Dieser Erreger befällt vor allem Katzen, führt zu schmerzhaften Hautgeschwüren und kann auch Menschen oder andere Tiere infizieren. Seit den 1990er Jahren haben sich tausende Katzen und mehr als 11.000 Menschen sowie mindestens 200 Hunde in Südamerika angesteckt.

Der Pilz hat sich mittlerweile von Brasilien aus nach Paraguay, Chile, Argentinien und zuletzt auch nach Uruguay ausgebreitet. Die Infektion ist bei unbehandelten Katzen fast immer tödlich und kann auch beim Menschen schwere Verläufe verursachen, besonders bei geschwächtem Immunsystem.

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Experten des US-amerikanischen Seuchenzentrums CDC warnen davor, dass eine Einschleppung nach Nordamerika nur noch eine Frage der Zeit sei. Schon ein einziger infizierter Haustierbesitzer, der mit seiner Katze reist, könnte den Pilz einschleppen.

Übertragung durch Kratzen, Beißen und Niesen

Katzen übertragen den Pilz vor allem durch Kratzen und Beißen, aber auch durch gegenseitiges Putzen. Die Hefeform des Pilzes kann zudem über die Luft weitergegeben werden, etwa wenn infizierte Tiere niesen. Untersuchungen zeigen, dass der Erreger auf Oberflächen bis zu zehn Wochen überleben kann, was das Risiko einer Ausbreitung weiter erhöht.

Sporothrix brasiliensis
mdpi.com

Die Symptome bei Katzen reichen von Hautgeschwüren über geschwollene Lymphknoten bis hin zu schweren inneren Erkrankungen. Beim Menschen verursacht der Pilz schmerzhafte Hautläsionen und kann lebensbedrohlich werden, wenn keine Behandlung erfolgt. Besonders riskant ist die Situation für Menschen mit geschwächtem Immunsystem.

Herausforderungen für Tierärzte

Ein weiteres Problem: Es gibt keinen schnellen kommerziellen Test für Sporothrix brasiliensis. Katzen, die in die USA eingeführt werden, benötigen lediglich ein tierärztliches Attest über ihren gesunden Eindruck. Dadurch können Infektionen leicht übersehen werden.

Experten rufen Tierärzte dazu auf, bei Verdacht auf den Pilz sofort die Gesundheitsbehörden zu informieren. Nur konsequente Hygiene – etwa mit Bleichmittel oder Ethanol – kann eine weitere Verbreitung verhindern.

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