Muhr stellt Austria-Coach Letsch die Rute ins Fenster

Die Wiener Austria steht vor der 14. Bundesliga-Runde mächtig unter Druck. Mit RB Salzburg gastiert der Liga-Dominator am Verteilerkreis.
Mit der 2:3-Heimniederlage gegen den WAC ist die Austria in die Krise gerutscht. Die Veilchen sind seit vier Liga-Spielen in Folge sieglos. Am Sonntag (17 Uhr, im Live-Ticker) gastiert Red Bull Salzburg in der Generali Arena. Da droht die zweite Heim-Pleite in Folge. Die Veilchen sind auf Rang sechs zurückgerutscht, nur noch zwei Punkte über dem Strich.

Austria-Coach Thomas Letsch spürt immer mehr Gegenwind. Vor allem von den Fans. "Das geht an keinem spurlos vorüber, da brauchen wir nicht drumherum reden", gab der Deutsche ehrlich zu. Trotzdem fühlt der 50-Jährige "volle Rückendeckung" vom Verein. "Ich erfahre, dass der Verein zu mir hält, von mir überzeugt ist. Den Druck machen wir uns selbst noch dazu. Vielleicht ist Salzburg eine Chance für uns."

Muhr zurückhaltend: "Analyse nach dem Spiel"



Austrias Sportdirektor Ralf Muhr zeigte sich vor dem Liga-Hit mit der Letsch-Unterstützung zurückhaltender. "Das Entscheidende ist, dass wir am Sonntag gegen eine starke Mannschaft eine Reaktion zeigen, dass man eine leidenschaftliche Austria sieht, die das Heimspiel unbedingt gewinnen will. Diese Erwartungshaltung – auch von den Fans – ist gerechtfertigt."

CommentCreated with Sketch.1 Kommentar schreiben Arrow-RightCreated with Sketch. Danach wollen die Veilchen das Spiel unter die Lupe nehmen. "Man sollte nicht vor dem Spiel Szenarien durchspielen. Was nach den 90 Minuten ist, werden wir uns in der inhaltlichen Analyse, nicht in der emotionalen Analyse, anschauen."

Neuer Präsident für Letsch



Der am Montag neu gewählte Austria-Präsident Frank Hensel sprach sich zuletzt für Letsch aus. "Ich glaube, es gibt keinen Grund, eine Trainerdiskussion zu führen. Wir haben im Sommer einen Neuanfang gemacht. Das ist ein Prozess, der nicht in sechs Monaten abgeschlossen ist."

Letsch konzentriert sich aufs Sportliche, möchte gegen seinen Ex-Klub nicht in Ehrfurcht erstarren, frech auftreten. "Wir werden nicht in das Spiel reingehen und sagen: Das ist der große Gegner, der in Europa für Furore sorgt. Wir werden gegen sie keine 20 Chancen bekommen. Aber die, die wir haben, müssen konzentriert zu Ende gespielt werden. Wenn uns das gelingt, ist alles möglich gegen Salzburg." (wem)

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