Die Drohungen aus Teheran werden schärfer – und könnten weit über den Golf hinausreichen. Nach Darstellung der iranischen Führung könnten künftig auch Zivilisten weltweit ins Visier geraten.
Irans oberster Militärsprecher, General Abolfazl Schekarchi, warnte, dass Gegner des Regimes nicht mehr sicher seien. In einer im Staatsfernsehen verbreiteten Stellungnahme erklärte er: "Aufgrund der uns vorliegenden Informationen über Sie sind ab sofort selbst Parks, Erholungsgebiete und Touristenziele weltweit nicht mehr sicher für Sie".
Zugleich bekräftigte Teheran, seinen Feinden Sicherheit entziehen zu wollen – und trotz schwerer Verluste am militärischen Ausbau festzuhalten. Der Krieg habe bereits zahlreiche hochrangige Politiker und Militärs getötet sowie die Waffen- und Energieindustrie stark getroffen.
Dennoch werde die Raketenproduktion weiterlaufen, "selbst unter Kriegsbedingungen", erklärte der Sprecher der Revolutionsgarden, Ali Mohammed Naini, laut Nachrichtenagentur Fars.
Kurz darauf meldeten die Revolutionsgarden dessen Tod. Er sei einer "feigen Terrorattacke der amerikanisch-zionistischen Seite" zum Opfer gefallen.
Damit reagierte Teheran auch auf Aussagen von Israels Premier Benjamin Netanjahu, der behauptet hatte, Iran sei nicht mehr in der Lage, Atomwaffen oder ballistische Raketen zu bauen. Die Revolutionsgarden wiesen das zurück.