Für viele Zuschauer wirkte Michael Ostrowski beim Eurovision Song Contest wie der entspannte Gegenpol zur perfekt durchgeplanten Mega-Show. Doch jetzt macht der Schauspieler klar: So viel Freestyle war auf der ESC-Bühne gar nicht möglich.
Gemeinsam mit Victoria Swarovski führte Ostrowski durch den 70. Eurovision Song Contest in Wien. International wurde das Moderationsduo dabei teils heftig kritisiert. Zu starr und kontrolliert soll es gewesen sein.
Der 53-Jährige erzählt nun, dass seine Freiheiten während der Show deutlich eingeschränkter waren, als viele vielleicht vermutet hätten. Bei einem Event dieser Größenordnung sei nahezu jede Sekunde genau durchgeplant.
Der ESC gilt schließlich als minutiös getaktete TV-Maschinerie mit Millionenpublikum weltweit. Große Improvisationen? Eher schwierig. Ostrowski beschreibt seine Rolle deshalb teilweise fast als die eines "Stichwortgebers", der sich innerhalb enger Vorgaben bewegen musste.
Gerade Fans hatten gehofft, dass der Kabarettist und Schauspieler seinen typisch schrägen Humor stärker ausspielen würde. Stattdessen wirkte vieles auffallend kontrolliert, was nun offenbar auch mit den strengen Abläufen hinter den Kulissen zusammenhing.
Trotz der Kritik blickt Ostrowski aber positiv auf die außergewöhnliche Erfahrung zurück. Der Ausnahmezustand rund um den ESC sei intensiv gewesen und etwas, das man in dieser Form wohl nur einmal im Leben erlebt.