Vor 21 Jahren feierte "Romeo und Julia – Das Musical" mit Marjan Shaki und Lukas Perman in den Hauptrollen Premiere. Das Ehepaar lernte sich damals kennen und lieben. Am 13. und 14. November bringt Perman das Stück nun szenisch-konzertant mit einem jungen Bühnen-Liebespaar in die Stadthalle: Lukas Mayer ("Elisabeth") und Newcomerin Amelie Sarich, Tochter der Musicalstars Drew Sarich und Ann Mandrella.
"Ich bin wahnsinnig glücklich, dass ich eine Familie habe, die so hinter mir steht und mir Türen geöffnet hat, durch die ich natürlich selbst durchgehen muss", so die 21-Jährige im "Heute"-Gespräch. "Ich wurde getragen und wusste, ich kann mich immer auf sie verlassen. Ich hatte nie das Gefühl, dass ich mich beweisen muss, es ist eine sehr liebende Energie."
Das größte Stück über die Liebe zu spielen, lässt die beiden Hauptdarsteller auch darüber nachdenken. "Für mich bedeutet das, nicht zu viele Türen und Tor öffnen zu müssen. Wenn die Bahn dafür frei ist, dass man sich einfach Augenhöhe begegnet, ohne viele Bedingungen", sagt "Romeo"-Darsteller Mayer. Für "Julia" Sarich bedeutet wahre Liebe "Vertrauen ineinander, man selbst sein zu können und sich so zeigen kann, wie man ist."
Ihr Papa Drew Sarich spielt heuer übrigens in Permans anderer Groß-Produktion des Jahres: In "Jesus Christ Superstar" gibt der Sänger Anfang April in Wien, Amstetten, Graz und München den stimmgewaltigen Christus. Als Gegenspieler überzeugt wieder Serkan Kaya.
Die Rolle der Maria Magdalena übernimmt heuer "SOKO Donau"-Star Lilian Klebow, die damit zu ihren Musical-Wurzeln zurückkehrt. "Ich habe die letzten zehn Jahre damit verbracht, ganz andere Musik zu machen und hab mich dort wieder hingetastet. Ich habe einen gehörigen Respekt davor. Hier stehen lauter Menschen mit 20, 30 Jahren Musical-Erfahrung", verrät sie "Heute".
Die Schauspielerin will möglichst viel Neues probieren. "Ich bin in letzter Zeit oft über den Tellerrand gesprungen – auch mit der Moderation des Opernballs und mit dem Kabarett. Ich habe mir in jungen Jahren viel verboten oder nicht zugetraut, jetzt erlaube ich es mir und schaue, wohin die Reise führt."
Früher sah sie sich "mehr als zornigen, wütenden Judas oder Jesus. Heute sehne ich mich nach der Ruhe einer Maria Magdalena", so die 48-Jährige. "Ich hab das Kapitel Musical damals schon mit viel Traurigkeit abgeschlossen. Das Spielen kam mir natürlicher daher. Die ersten Vorsprechen waren einfacher als die ersten Vorsingen. Aber ich habe damit natürlich eine Rechnung offen und es ist ein Lebenstraum."