Bühnen-Traumpaar

Musicalstar wird bald "Göttergatte" von Alfons Haider

Die Travestie-Komödie "Ein Käfig voller Narren" wird ab 16. Juli 2026 erstmals auf der Seebühne Mörbisch gezeigt – mit Alfons Haider und Mark Seibert.
Sandra Kartik
25.11.2025, 19:00
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"Meine Beine sind ganz ok", kokettiert Alfons Haider völlig zu Recht zu seinem 68. Geburtstag am 24. November im Hotel Marriott mit"Heute". Der extrem fitte Generalintendant der Seefestspiele Mörbisch hatte an diesem Tag gleich mehrfach Grund zu feiern: Nicht nur, weil man ihm sein Alter nicht ansieht, sondern auch, weil er nächstes Jahr in der beliebten Verwechslungskomödie "Ein Käfig voller Narren" in die Rolle der Zaza, bzw. des Albin, schlüpfen wird.

Das Burgenland verwandelt sich dann von 16. Juli bis 22. August 2026 in St. Tropez, wo Haider den Star der glitzernden Travestie-Show im Club "La Cage aux Folles" seines Mannes Georges spielt, den Musical-Star Mark Seibert verkörpern wird.

"Es werden mich viele Frauen beneiden"

"Seine Fans waren kurz mal überrascht, aber dann total begeistert", erzählt Haider. "Ich habe ihn vor 20 Jahren in einem Musical in Stockerau mitentdeckt. Wir haben uns damals eine Garderobe geteilt und waren uns gleich sympathisch. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal vier Monate lang Gelegenheit haben werden, ihn als meinen Göttergatten zu haben. Es werden mich viele Frauen beneiden", schmunzelt er.

Happ Birthday! Mark Seibert als Georges und Geburtstagskind Alfons Haider als Albin, bzw. Zaza (v.l.)
Kurt Pinter

"Ich durfte in meiner Laufbahn schon verschiedenste Rollen spielen, Vampire, den Tod, insofern ist es für mich eine Leichtigkeit, einen Mann zu spielen, der einen anderen Mann liebt. Ich freue mich sehr drauf", ergänzt Seibert. "Es ist ein bisschen wie nach Hause kommen – ein Team, in dem ich mich sehr wohl fühle, obwohl das Stück neu für mich ist. Ich gehe noch ein bisschen jungfräulich an die Sache heran".

Mörbisch-Familie vereint

Timotheus Hollweg wird im Stück zu Jean-Michel, den Sohn des schillernden Paares, und Anna Rosa Döller gibt seine Freundin Anne, deren konservative Eltern nichts davon erfahren sollen, dass der Partner ihre Tochter zwei Väter hat. Die beiden Darsteller sind Mörbisch-Fans längst aus "Mamma Mia" bekannt, ebenso wie Regisseur Andreas Gergen, der neue Intendant der Bühne Baden, der hier auch schon inszenierte.

"Das Musical verbindet rasante und urkomische Szenen mit stillen und nachdenklichen Momenten und wechselt dann wieder zu großen revuehaften Nummern. Unterhaltender und relevanter könnte ein Plädoyer an die Liebe nicht sein", sagt er. Neu im Cast ist Opernsängerin Ursula Pfitzner als Jacqueline.

"Brauche bald kein Mieder mehr"

Das Bühnenbild von Walter Vogelweider verspricht ebenfalls großes Theater: Die Musical-Stars werden über ein Kilometer Stiegen laufen, ein riesiger, goldener Käfig wird Teil der Szene. "Meine Maske dauert zweieinhalb Stunden, ich werde elf Umzüge haben. Ich werde mindestens 9000 Schritte laufen, da brauche ich bald kein Mieder mehr", so Haider weiter. "Die Rolle verlangt einen Schauspieler, der schon einiges erlebt hat, Höhen und Tiefen", das kann er bieten.

Mörbisch-Intendant Alfons Haider gewährte erste Einblicke ins Bühnenbild.
Walter Vogelweider

Für die aufgedrehte Tanztruppe der Cagelles wird allerdings noch gecastet. "Wir suchen noch immer Männer, es gibt einfach zu wenige auf dem Markt. Ich rede jetzt als Intendant", fügt er augenzwinkernd hinzu.

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