Im Sommer verpflichtete Liverpool Ifeanyi Ndukwe fix von der Wiener Austria. Dabei übersahen alle Beteiligten jedoch ein entscheidendes Detail: Ndukwe erfüllt nicht die Voraussetzungen für eine britische Arbeitserlaubnis und darf deshalb in der kommenden Saison nicht für Liverpool auflaufen. Stattdessen muss der ÖFB-Youngster für ein Jahr verliehen werden.
Trotzdem setzt Liverpool im Rahmen der USA-Tour weiter auf den Innenverteidiger. Nach seinem starken Debüt gegen Sunderland durfte Ndukwe nun auch im zweiten Testspiel gegen Wrexham von Beginn an ran – und war sogar der einzige Liverpool-Spieler, der die kompletten 90 Minuten auf dem Platz stand.
Bereits beim 4:2-Testspielsieg gegen den AFC Sunderland wurde Ndukwe früh ins kalte Wasser geworfen. Nach nur zehn Minuten wurde der Österreicher eingewechselt und überzeugte mit einem starken Auftritt.
Offenbar hinterließ er bei Trainer Andoni Iraola einen bleibenden Eindruck. Gegen Wrexham schenkte ihm der Coach direkt das Vertrauen in der Startelf. Ndukwe zahlte es zurück und spielte beim 1:0-Erfolg der "Reds" die gesamte Partie durch und hatte die meisten Ballaktionen (99) aller Liverpool-Spieler. Obendrein brachte er starke 90 Prozent seiner Pässe an den Mann.
Ob Liverpool dem Innenverteidiger mit den Einsätzen bewusst die Chance geben wollte, sich für einen Leihklub zu empfehlen, ist nicht bekannt. Fest steht allerdings: Das Interesse am ÖFB-Talent ist groß. Mehrere Vereine aus Portugal, Spanien und den Niederlanden sollen Ndukwe auf dem Zettel haben. Auch eine Rückkehr nach Österreich gilt als mögliche Option.
Klar ist jedenfalls: Trotz starker Leistungen im Liverpool-Dress wird der 18-Jährige den englischen Spitzenklub wegen der fehlenden Arbeitserlaubnis vorerst wieder verlassen müssen.