Muster: "Auf Denkmäler scheißen nur die Tauben"

Er stöhnt wie früher, er kämpft wie früher, er spielt Tennis wie früher - aber: Thomas Muster siegt nicht mehr wie früher. Eines von 13 Matches hat die Ex-Nummer-1 seit seinem Comeback im Juni 2010 gewonnen. Am Montag unterlag der 43-jährige Tennis-Opa in Neapel (It) Uladzimir Igantik (Blr) klar 3:6, 5:7. Kritik schmettert Muster aber ab.

Ich habe Tennis im Licht gespielt, jetzt spiele ich Tennis im Schatten, sagt die aktuelle Nummer 989 der Welt - und meint damit die Turniere zweiter Kategorie, die er in seinem Mercedes abfährt. Muster (Alles, was ich tue, tue ich ganz oder gar nicht) wohnt in Mittelklasse-Hotels, für die Erstrundenpleiten kassiert er zwischen 310 und 444 Euro. Zur Erinnerung: Für seinen Paris-Titel im Jahr 1995 cashte Muster 450.000 Euro.
Aufkommender Kritik bei Experten und jüngeren Spielern - er zerstöre sein Denkmal - erteilt der Ex-Sandplatzkönig im Spiegel eine Abfuhr: Auf Denkmäler scheißen eh nur die Tauben. Meine Erfolge kann mir keiner mehr nehmen. Wenn ich in Österreich säße, fett und kettenrauchend, würden die Leute sagen: ,Schau, was ist nur aus dem Muster geworden? Boris Becker ist ja auch ein Denkmal, und ich stelle mal die Frage in den Raum, wer seins gerade zerstört, er oder ich?

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