Muster-Karrierekiller mit "Coole Sau"-Gen

Mit Bravour meisterte Dominic Thiem die aus vielerlei Hinsicht schwierige Aufgabe gegen Thomas Muster beim Erste Bank Open in der Wiener Stadthalle.

Knapp 8000 Zuschauer erschienen zum , erwies sich aber als fair gegenüber Dominic Thiem. "Buhrufe" wie im Vorjahr bei der Erstrundenniederlage von Muster gegen Andreas Haider-Maurer waren nicht zu hören.

"Ich habe noch nicht mal annähernd vor so einer Kulisse gespielt", zeigte sich Thiem nach der Partie beeindruckt. Jene, die sich erwartet hatten, dass der 18-Jährige in dieser Atmosphäre zittrige Knie bekommen würde, lagen aber falsch. Vor allem im ersten Satz zeigte Thiem kaum Schwächen. Die Nachwuchshoffnung schickte den doch nicht mehr so spritzigen Muster frech von einer Ecke in die andere. "Ich hatte einen Superstart und das hat die Sache vereinfacht", erklärte Thiem.

Trotz zittriger Hand fünf Games in Folge

Als Muster mit einem Break im zweiten Satz mit 3:1 in Führung ging, war das Publikum sofort da und skandierte: "Jetzt geht's los!" Diese Situation war für Thiem die schwierigste in der Partie: "Da wurde die Hand dann etwas zittrig." Der Niederösterreicher ließ sich davon aber nicht beirren, machte fünf Games in Folge . "Ich wusste, dass es gut ausgehen würde, wenn es mir gelänge, mein Spiel ruhig durchzuziehen."

Es war der erste Sieg des 18-Jährigen auf der ATP-Tour und zugleich wohl der emotionalste. Zum einen beendete er die Karriere einer Legende, die auch Thiem als sein größtes Vorbild betrachtet, zum anderen läutet dieser Sieg hoffentlich eine neue und erfolgreiche Ära des österreichischen Tennis ein. Beide haben schon jetzt eines gemein, beide verloren im Finale des Juniorenbewerbs von Roland Garros. Muster holte den Sieg bei den "Großen" ein paar Jahre später nach und bereitete dem österreichischen Sport eine der größten Sternstunden...

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