Mutter von Terroropfer klagt Republik, will 125.000 €

Die Mutter einer jungen Frau, die am 2. November beim Terroranschlag in Wien getötet worden war, klagt nun die Republik auf mehr Schmerzengeld. 

Die deutsche Kunststudentin hatte am Abend des Terroranschlags am 2. November 2020 in einem Lokal in der Wiener Innenstadt als Kellner gearbeitet, als sie vom 20-jährigen Attentäter erschossen wurde.

Wie der "Kurier" in seiner Sonntag-Ausgabe berichtet, war der Mutter der Frau nach dem Anschlag zwar eine einmalige Pauschalentschädigung in der Höhe von 2.000 Euro als Schmerzengeld genehmigt worden, doch nun fordert die Frau mehr Geld.

Laut dem Bericht verlangt die Frau ein Schmerzengeld von 80.000 Euro. Seit dem Terror-Attentat leide sie nämlich unter einer behandlungsbedürftigen Depression, außerdem habe sie auch einen erheblichen Trauerschaden erlitten, berichtet der "Kurier" weiter.

Republik soll Bestattung zahlen

Auch ein sogenanntes Feststellungsbegehren soll noch hinzu kommen, weil die Wahrscheinlichkeit sehr groß sei, dass "unfallkausale Spät- und Dauerfolgen zurückbleiben", zitiert der "Kurier" die Klageschrift. Dafür soll es weitere 20.000 Euro Schmerzengeld geben, heißt es.

Zudem soll die Republik Österreich auch die Kosten für Bestattung übernehmen. Die Gesamthöhe der Forderung beläuft sich damit auf rund 125.000 Euro.

Beim Terroranschlag am 2. November in der Innenstadt wurden insgesamt vier Personen getötet und 23 weitere teils schwer verletzt. Der 20-jährige Attentäter wurde von der Polizei erschossen, er war Sympathisant der Terror-Miliz "Islamischer Staat", kurz IS.

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