Monatelang mussten Anrainer in der Reisnerstraße in Wien-Landstraße mit einem rätselhaften Dauergeräusch leben. Nun herrscht offenbar wieder Ruhe: Das Surren bei der russischen Botschaft verstummte am Wochenende plötzlich.
Zuvor hatte die Stadt Wien laut ORF "Radio Wien" eine Lärmmessung durchgeführt. Das Ergebnis war eindeutig: Durch die Störgeräusche wurde angeblich der sogenannte Widmungsbasispegel gemäß Önorm überschritten.
Die Ergebnisse wurden dem Gesundheitsdienst der Stadt vorgelegt. Dieser stellte eine "gesundheitlich relevante Lärmbelastung" sowie eine Gesundheitsgefährdung für die betroffenen Anrainer fest.
Als Quelle des störenden Surrens wurden zwei Dachventilatoren auf einem Gebäude der russischen Botschaft in der Reisnerstraße 45 identifiziert. Das Haus wird unter anderem für konsularische Zwecke verwendet und grenzt an eine Wiener Volksschule. Das auffällige Geräusch hatte eine Komponente um etwa 790 Hertz.
Die Probleme waren bereits länger bekannt.Nachbarn hatten sich wegen des Lärms schon Anfang Mai an die Wiener Baupolizei gewandt. Eine Beschwerde gab es auch von der benachbarten deutschen Botschaft.
Bei der Messung waren laut Baupolizei die beiden Dachventilatoren als Geräuschquelle festgestellt worden. Auf dem Dach des Gebäudes waren nach Beobachtungen von Anrainern bereits vor einigen Jahren umfangreiche elektronische Einbauten vorgenommen worden. Luftbilder zeigen laut ORF Wien eine auffällige Dachverkleidung mit einer Fläche von rund 20 Quadratmetern.