Mit Stadlau und der Wiener Viktoria gibt es zwei große Gewinner des Frühjahresauftakt der Wiener Stadtliga. Die beiden Favoriten auf den Aufstieg glänzen zwar nicht, bleiben aber gewohnt souverän.
Polsters Viktoria siegt dank Neuzugang und starker erster Hälfte
Bangai Bough Kevin Guy Roland, auf diesen klingenden Namen hört Toni Polsters neuer Stürmerstar und weil Polster von dem 20 jährigen Talent von der Elfenbeinküste überzeugt ist, durfte dieser beim Frühjahrsauftakt der Wiener Viktoria bei Austria XIII auch gleich von Anfang an spielen. Dieses Vertrauen zahlte der Jungspund seinem Trainer auch gleich voll zurück, bereits in der zweiten Minute erzielte Bangai das 1:0 (2.) für die Gäste aus Meidling. Stefan Milosavljevic legte vor der Pause nach und brachte den Favoriten mit 2:0 in Front.
Trotz dieses bitteren Spielstandes schien Austria-Coach Slunecko in der Pause die richtigen Worte für seine Jungs gefunden zu haben, denn nach dem Seitenwechsel traten diese wie verwandelt auf und schafften es die Viktoria in Bedrängnis zu bringen. Aksu Ibrahim brachte das Heimteam vier Minuten nach Wiederanpfiff wieder heran - 1:2 (50.). Als wenig später Viktoria-Goalie Murat Safin nach Verhinderung einer klaren Torchance die rote Karte sah, schien der baldige Ausgleich mehr als wahrscheinlich. Doch Polsters Elf fing sich doch noch, brachte das Ergebnis über die Zeit und bleibt damit dran am Spitzenreiter Stadlau.
Stadlaus junges Team bleibt ganz oben, wackelt aber
Stadlau bleibt das Team der Wiener Stadtliga, die talentierte Truppe von Coach Cseh spielte einen sehr starken Herbst, gilt bei vielen als der Favorit für den Aufstieg in die Regionalliga. Der Spielplan meinte es gut mit dem FC Stadlau, zum Frühjahrsauftakt ging es zum abgeschlagenen Tabellenletzten Columbia Floridsdorf, jedoch musste man auf Topspieler Andre Hofer zum Auftakt verzichten. Trotzdem ging der Favorit in Hälfte ein durch Philip Wendls 1:0 (32.) in Führung.
Knapp nach Wiederanpfiff schaffte Simon Hobiger schnell das vorentscheidende 2:0 (47.). In weiterer Folge schien Stadlau nur mehr das nötigste zu tun um den Sieg über die Zeit zu bringen. Dies rächte sich allerdings fast noch, nach Stefan Fürsts Anschlußtreffer zum 1:2 (75.), geriet der Favorit etwas in Schwimmen, der Tabellenletzte setzte den Ersten in der Schlußphase unter Druck und dieser konnte sich oft nur noch mit Fouls helfen. Doch schließlich und endlich fehlte den Gastgebern einfach die Qualität weitere Treffer zu erzielen und somit kam der Favorit diesmal mit den drei Punkten und einem blauen Auge davon.