Fast sieben Monate nach einer blutigen Auseinandersetzung im Wiener Wasserpark müssen sich ab Montag zehn syrische Staatsangehörige vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, an einer bewaffneten Attacke beteiligt gewesen zu sein, bei der zwei Jugendliche teils schwer verletzt wurden. Einem der Männer wird sogar versuchter Mord vorgeworfen.
Nach den Ermittlungen sollen sich mehrere Beteiligte über Chatnachrichten zu einem Treffen verabredet haben. Hintergrund des Konflikts soll ein Streit im persönlichen Umfeld gewesen sein. Die Gruppe soll sich zunächst bei einem islamischen Zentrum getroffen und anschließend zu einem nahegelegenen Skaterpark begeben haben.
Dort kam es laut Anklage zu einer Eskalation zwischen mehreren Personen. Die Ermittler gehen davon aus, dass einige Beteiligte bewaffnet waren, darunter mit Messern, Schlagringen, Pfefferspray und weiteren Gegenständen. Zwei Jugendliche wurden dabei verletzt. Ein damals 15-Jähriger erlitt einen Messerstich im Brustbereich, ein 18-Jähriger mehrere Stichverletzungen. Einer der Verletzten soll sich laut Anklage in Lebensgefahr befunden haben.
Ein Teil der Angeklagten befindet sich derzeit in Untersuchungshaft. Mehreren Beschuldigten drohen im Fall einer Verurteilung langjährige Haftstrafen. Für alle Angeklagten gilt die Unschuldsvermutung.