Syrer wollte "Rache"

Messerstecherei vor Islam-Zentrum – jetzt Mordanklage!

Via Chatnachrichten sollen sich zehn Syrer zu einer "Abreibung" verabredet haben, das Opfer überlebte die Messerattacke nur knapp.
Christian Tomsits
14.05.2026, 10:13
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Nach einer brutalen Messerstecherei am 19. November 2025 in Wien-Floridsdorf hat die Staatsanwaltschaft nun Anklage erhoben. Zehn Syrern wird vorgeworfen, an der blutigen Attacke beteiligt gewesen zu sein. Für einen davon geht es sogar um versuchten Mord.

Laut Anklageschrift sollen sich die jungen Männer zwischen 15 und 27 Jahren, die größtenteils von der Sozialhilfe leben, über Chatgruppen zur gemeinsamen Prügelorgie organisiert haben. Ein mutmaßlicher Haupttäter habe Freunde und Bekannte dazu aufgerufen, sich maskiert und bewaffnet vor einem islamischen Zentrum zu treffen. Ziel war es, einem Kontrahenten eine "Abreibung" zu verpassen. Denn dieser habe davor "schlecht über einen Bekannten geredet".

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Mit Messern, Schlagringen und Pfefferspray

Die Gruppe sei danach gemeinsam zu einem nahegelegenen Skaterpark beim Wasserpark gezogen. Dort eskalierte die Situation völlig – es fielen laut Anklage "gegenseitige Beleidigungen und Provokationen", dann flogen die Fäuste. Laut Ermittlern waren mehrere Angreifer mit Messern, Schlagringen, Pfefferspray, Stöcken und sogar einer Schreckschusspistole bewaffnet.

Rechtsanwalt Wissam Barbar vertitt einen der Syrer
zVg

Ein Opfer (15) wurde demnach mit einem Messer in die Brust gestochen, ein weiteres (18) erlitt mehrere Stiche im Bereich von Oberschenkel und Hüfte. Auch Schläge mit Eisenstangen und Schlagringen werden den Beschuldigten vorgeworfen. Besonders dramatisch: Einer der Verletzten überlebte die Attacke laut Anklage nur knapp.

Unter den Angeklagten befinden sich einige Jugendliche. Einige der Beschuldigten sitzen derzeit in Wien in Untersuchungshaft, nach anderen wird weiter gesucht. Top-Anwalt Wissam Barbar vertritt einen der Angeklagten beim baldigen Prozess am Wiener Landl. Hohe Haftstrafen für die teils Vorbestraften drohen, die Unschuldsvermutung gilt.

{title && {title} } ct, {title && {title} } Akt. 14.05.2026, 10:43, 14.05.2026, 10:13
Jetzt E-Paper lesen