Prozess in Wien

"Mich im Visier": Klima-Shakira geht auf Richterin los

Füße runter, Schreibverbot: Aktivistin Anja Windl war vom "Klimakleber"-Prozess am Landl mehr als genervt, auf Insta rechnet sie mit der Richterin ab.
Thomas Peterthalner
13.05.2026, 20:12
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Diese Woche hatte "Klima Shakira" alias Anja Windl ihren großen Auftritt am Wiener Landesgericht. Der Start verlief holprig, gleich zu Beginn fing sie sich einen Rüffel der Richterin ein, weil sie auf der Anklagebank chillte. "Füße runter, wir sind hier vor Gericht", so die Richterin erbost. Sie erwarte sich Respekt. Windl wurde später wegen Straßenblockaden und Schmieraktionen nicht rechtskräftig zu acht Monaten bedingt verurteilt.

"Klima Shakira" rechnet ab

Auf Instagram rechnet "Klima Shakira" nun in mehreren Postings mit der Richterin ab. Diese hatte gemeint, Windl habe sich von dem Verfahren "unbeeindruckt gezeigt" und die Deutsche mehrmals zurechtgewiesen. "Die Richterin hatte mich ab Sekunde eins am Kieker, selbst das Mitschreiben während des Prozesses wurde mir untersagt", beschwert sich Anja Windl nun in einer Insta-Story. Nur die Trinkflasche durfte sie sich ohne Einwand holen.

Sie ätzt gegen Richterin

"Was die Richterin nicht unangenehm findet: Massensterben, Tote im Mittelmeer, Zivilisationskollaps, Suizidalität", zählt Windl provokant auf Insta auf. "Was die Richterin unangenehm findet: Minimale wasserlösliche Farbpulverrückstände im Kofferraum eines Taxis, wofür die Reinigungskosten schon vor Jahren übernommen wurden", ätzt sie in der Story.

"Plädoyer war keine Zeile wert"

"Vielsagend auch, dass die Inhalte meines mehrseitigen Plädoyers in keinem einzigen Artikel auch nur mit einem Satz Erwähnung gefunden haben", beschwert sich die Klimaschützerin aus Bayern – und liegt damit falsch. In einer "Heute"-Story wurde am Dienstag darüber berichtet. "Passen Sie auf, es ist wichtig", hatte sie während ihrer Klimaschutz-Rede die Richterin aufgefordert, zuzuhören. Diese ließ sie mit einem "jo, eh" gewähren.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

"Wie soll man sich da erholen?"

Das Gerichtsverfahren habe ihr zugesetzt, so Windl auf Insta, in jeder Verhandlung gebe es "neue Absurditätswatschn". Sie sei mit den Nerven am Ende. "Der Unrechtsstaat mühlt weiter", postete die Klima-Aktivistin. "Wie willst du dich auch nur ansatzweise erholen, wenn du ständig vor Gericht antanzen musst, in ewiger Wartehaltung vor Prozessen wie paralysiert im eigenen Leben stehst." Windl droht noch ein weiteres Verfahren am Wiener Landesgericht.

Nach Prozess droht Peite

Die Deutsche hat auf Insta eine Warnung für alle Klima-Aktivisten. "Die Menschen, die die letzten Jahre mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln friedlichen Widerstand geleistet haben, sind psychisch, physisch und finanziell in viel zu großem Anteil am Ende." Für Anja Windl, laut ihrem Verteidiger das "Gesicht der Letzten Generation", gilt die Unschuldsvermutung.

{title && {title} } pet, {title && {title} } 13.05.2026, 20:12
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