Österreich

Nach Bombendrohung: Präsident twittert "Danke"

Heute Redaktion
13.09.2021, 13:48

Bombenalarm in der Wiener Hofburg: Wegen einer Drohnachricht musste am Mittwoch Präsident Van der Bellen aus seiner Kanzlei in Sicherheit gebracht werden. Polizeisprecher Dittrich spricht über den Ablauf.

Am Mittwoch kam es am Ballhausplatz zu einem Großeinsatz. Kurz vor 15 Uhr erhielt die Polizei ein Mail mit einer Bombendrohung gegen die Präsidentschaftskanzlei in der Wiener Hofburg. Die Polizei reagierte sofort und riegelte den gesamten Ballhausplatz ab.

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Die Hofburg wurde evakuiert, Bundespräsident Alexander Van der Bellen und alle anderen Personen, die sich zu dem Zeitpunkt in der Präsidentschaftskanzlei aufhielten, mussten in Sicherheit gebracht werden. "Es ist alles sehr schnell gegangen", sagte der Pressesprecher Reinhard Pickl-Herk im Gespräch mit "Heute". Auch er musste das Gebäude verlassen. Er wollte jedoch keine Details darüber verraten, ob der Präsident den unterirdischen Geheimgang nutzte oder nicht.

Großeinsatz am Ballhausplatz

Vor Ort waren sofort Polizei, Rettung, Feuerwehr und der Entminungsdienst. Passanten blickten verwundert auf die Sperre auf, den Platz, wo vor fast einem Jahr "We are going to Ibiza" gesungen wurde. Der Volksgarten blieb weiterhin geöffnet, auch das gegenüberliegende Bundeskanzleramt wurde nicht evakuiert, während drei Spürhunde der Polizei die Präsidentschaftskanzlei durchsuchten.

Die Hunde Phaeton, Blade und Cooper wechselten sich bei ihrem Schnüffeleinsatz ab. Nach zwei Stunden kam die Entwarnung. Es wurde keine Bombe gefunden. Die Sperre des Ballhausplatzes wurde wieder aufgehoben.

Polizeisprecher Dittrich: "Keine Gefahr mehr"

"Der Präsident und die Mitarbeiter können von uns aus nun wieder dort arbeiten", sagte Polizeisprecher Markus Dittrich. Werde die Polizei nun mehr am Ballhausplatz kontrollieren?

Erst am Dienstag kam es genau hier zu einer Festnahme. Ein 33-Jähriger versuchte mit einer Machete vom Ballhausplatz zu Nationalratspräsident Sobotka vorzudringen."Wenn Anhäufungen an einer Örtlichkeit wahrnehmbar sind, dann wird vermehrt Streifentätigkeit durchgeführt werden", betont Dittrich. Es gebe aber derzeit keinen Zusammenhang zwischen der Festnahme am Dienstag und der Bombendrohung am Mittwoch.

Schließlich bedankte sich der Bundespräsident Alexander Van der Bellen bei den Einsatzkräften für ihren Einsatz auf Twitter: "Ein herzliches Danke schön an jene Polizisten und Polizistinnen der

LPD Wien, die mit Bombenspürhunden heute die Hofburg durchsucht haben – und dann Entwarnung geben konnten. Danke auch an all jene, die die Hofburg außen gesichert haben."