Sport

Nach Bronze: Athletin bei Olympia mit Mord bedroht

Heute Redaktion
13.09.2021, 21:34

Die Short-Track-Läuferin Kim Boutin profitierte bei ihrer Bronze-Medaille von der Disqualifikation einer Südkoreanerin. Jetzt fürchtet sie um ihr Leben.

Die Südkoreaner genießen den Ruf als exzellente Gastgeber. Die Kanadierin Kim Boutin wird dies allerdings nicht bestätigen. Nach ihrem Bronze-Lauf im Short-Track über 500 Meter, bei dem sie von der Disqualifikation ihrer Konkurrentin Choi Min-jeong profitierte, erhält sie jetzt Morddrohungen von enttäuschten südkoreanischen "Fans".

Auf ihren Social-Media-Accounts wurde Boutin derartig heftig beschimpft und bedroht, dass sie die Dienste allesamt blockieren ließ. Zuvor erhielt die 23-Jährige mehr als 10.000 Kommentare, der Großteil von ihnen war extrem beleidigend oder noch schlimmer. Die "Fans" sollen deshalb so sauer sein, weil Boutin direkt nach der Disqualifikation ihrer Widersacherin zu jubeln begann, was sie wiederum als extrem unsportlich und respektlos werten.

"Mounties" schützen jetzt Boutin

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Das Internationale Olympische Komitee (IOC) schritt ein und veröffentlichte ein Statement, in dem es um "Respekt für alle Athleten" bittet. Das Kanadische Olympische Komitee hat nach den Drohungen hingegen bereits Alarm geschlagen. "Wir arbeiten eng mit unserem Sicherheitspersonal, dem Verband und den Mounties zusammen, um die Sicherheit unserer Athleten zu gewährleisten", gab ein Sprecher bekannt.

(red.)