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Nach Defekt: Selbst Lauda hat Mitleid mit Vettel

Heute Redaktion
13.09.2021, 22:57

Ein Defekt an den Zündkerzen zwang Sebastian Vettel in Suzuka zur Aufgabe. Die WM dürfte gelaufen sein - auch wenn Niki Lauda davon nichts wissen will.

Es sollte ein Kampf auf Biegen und Brechen um den WM-Titel in der Formel 1 werden. Doch Sebastian Vettel kämpfte beim GP von Japan aufgrund technischer Probleme mit stumpfen Waffen - nach vier Runden musste er seinen Ferrari mit einem Defekt an den Zündkerzen bereits wieder an der Box abstellen.

Doppelt bitter: Sein Rivale Lewis Hamilton gewann das Rennen. Der Brite weist damit in der WM-Wertung bei vier ausstehenden Rennen bereits 59 Punkte Vorsprung auf seinen deutschen Konkurrenten auf.

Vettel: "Die Jungs arbeiten am Limit"

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Kein Wunder, dass Vettel nach dem Rennen mächtig Frust schob. "Am Motor war nix. Es war eine Zündkerze. Schon in der Formationsrunde hatten wir keine Leistung. Am Start fehlte mir auch Leistung, sonst wäre ich mit meinem guten Start direkt an Lewis vorbei gekommen", erklärt der 30-Jährige sichtlich angefressen. "Wir haben noch versucht, etwas zu retten, aber es ging nicht."

Seiner Ferrari-Crew wollte er aber keinen Vorwurf machen. "Normalerweise haben sie alles im Griff. Aber die Jungs sind am Limit. Wenn wir gewusst hätten, dass da etwas ist, hätten wir es vermieden. Es ist eine große Enttäuschung."

Lauda: "Vettel tut mir so langsam leid"



Hamilton hat jetzt mehr als eine Hand am WM-Pokal - auch wenn Mercedes-Aufsichtsrat Niki Lauda über die Art und Weise der WM-Vorentscheidung so gar nicht glücklich ist. "Durch das Problem, das Vettel wieder hatte, ist der Vorsprung jetzt deutlich angewachsen. Vettel tut mir so langsam leid", gesteht der Wiener. "Auf der einen Seite denkt man, 'Gott sei Dank er und nicht wir', aber auf der anderen Seite will so kein Mensch Rennen gewinnen."

Von einer Titelfeier will Lauda aber noch nichts wissen: "Das Polster ist nicht schlecht. Aber gewonnen ist er erst, wenn es wirklich gewonnen ist."

(red.)