Sport

Nach der Demütigung sucht Brasilien Schuldige

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:28

Nach der Riesenschlappe des brasilianischen Teams gegen Deutschland ist nun im Gastgeberland die Suche nach den Schuldigen für die Demütigung angelaufen. Coach Scolari, Stürmer Fred und nicht zuletzt der Kolumbianer Juan Zuniga werden für das bittere K. o. verantwortlich gemacht.



wurde ebenso besungen, wie der als lauffaul geltenden Stürmer Fred. Der 30-Jährige Fluminense-Angreifer konnte im gesamten Turnier nur ein Tor erzielen, zeigte für den Geschmack der fußballverrückten Brasilianer zu wenig Einsatz. 

Die Spielweise Freds kommentierte der deutsche WM-Experte Mehmet Scholl: "Alle bewegen sich auf dem Platz, nur nicht Fred, der steht." Von allen Seiten hörte man negative Kommentare über den "ungefährlichsten Stürmer der WM". "Eigentlich spielt Brasilien nur zu zehnt", sagte der ehemalige englische Weltklasse-Stürmer Alan Shearer. Mit nur 6,9 Kilometer bis zu seiner Auswechslung und einer maximalen Höchstgeschwindigkeit von 25km/h bewies Fred einmal mehr seinen fehlenden Einsatz. Bei jeder Ballberührung wurde der Stürmer gnadenlos ausgepfiffen.

Auch "Neymar-Treter" schuld

des Verteidigers veröffentlicht. 

Aus für Scolari?

Dem jungen brasilianischen Team wurde mit Luiz Felipe Scolari ein erfahrener Coach zur Seite gestellt. Nicht immer konnte der väterliche Coach "Feliapo" mit der Spielweise überzeugen. Im Stadion von Belo Horizonte richteten sich Fangesänge gegen den Coach. Scolari nahm unmittelbar nach dem Spiel die schwere Niederlage auf sich: "Das ist die schlimmste Niederlage aller Zeiten. Das Ergebnis fällt auf mich zurück. Ich bin der Verantwortliche", so der 65-Jährige. 

Die brasilianische Bevölkerung bat Scolari bereits um Vergebung: "Bitte entschuldigt diese Niederlage."Erinnerungen an die "Schmach von Maracana" 1950 werden wach, Scolari weiß: "Es war eine fürchterliche, eine katastrophale Niederlage. Aber wir müssen lernen, damit umzugehen." 

Defensivschwächen

Obwohl viele glauben, den Grund für das schwache Auftreten im Fehlen von Neymar gefunden zu haben, sieht Scolari das anders. Auch dem Coach der "Selecao" sind die eklatanten Defensivschwächen unerklärlich. "Es gibt nicht irgendeinen Grund zu glauben, dass mit Neymar alles anders gewesen wäre. Der ist Stürmer, der ist nicht hinten."  Schwächen offenbarte die neu formierte Innenverteidigung, das defensive Mittelfeld und die Außenverteidiger, die sich wie eine Schülermannschaft ausspielen ließen. 

Trotz der schlimmen Niederlage stellte der 65-Jährige klar: "Das Leben geht weiter, auch mein Leben geht weiter."

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen