José Mourinho leide gegenüber dem FC Barcelona an einem "Minderwertigkeitskomplex", urteilt Spiegel Online. Der Portugiese war einst selbst Assistenztrainer bei dem katalanischen Verein - trifft er nun mit einem von ihm gecoachten Team auf seinen Ex-Arbeitgeber, dann fliegen meistens die Fetzen.
Nach seinem Ausraster nach der roten Karte für Real-Raubein Pepe droht Mourinho - der sich einst "The Special One" nannte, mittlerweile aber wieder Abstand von der Bezeichnung genommen hat - eine längere Sperre. Denn dieses Mal dürfte er endgültig zu weit gegangen sein.
"Warum?"
Der FC Barcelona überlegt, Mourinhos Verhalten bei der Disziplinarkommission des Europäischen Fußballverbandes zu melden. Der hatte nach der 0:2-Niederlage nicht nur den deutschen Schiedsrichter Wolfgang Stark heftig kritisiert, sondern auch eine Bevorzugung der Katalanen durch die UEFA in den Raum gestellt.
"Wenn ich ihm (Schiri Wolfgang Stark; Anm.) und der UEFA sagen wurde, was ich denke und fühle, meine Karriere würde heute enden", so Mourinho nach dem Match.
Räume dicht machen
Die internationale Presse sieht die Gründe für die Heimpleite des Weißen Ballets allerdings bei Mourinho. Eine Halbchance hatten die Madrilenen im ganzen Spiel, vorrangiges Ziel war es, den Spielaufbau der Katalanen zu zerstören - oft mit brutalen Mitteln.
Leise Kritik dafür gab es auch aus der eigenen Mannschaft. "Es macht keinen Spaß, so zu spielen", sagte Superstar Cristiano Ronaldo. Grundsätzlich sei die ausgebene Taktik aber richtig gewesen.