Nach Experten-Gipfel sagt Mückstein, wie es weiter geht

Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein mit Chief Medical Officer Katharina Reich beim Experten-Gipfel.
Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein mit Chief Medical Officer Katharina Reich beim Experten-Gipfel.twitter.com/WolfgangMueckst
Eine Trend-Umkehr ist nicht in Sicht, dementsprechend alarmiert zeigt sich der Gesundheitsminister. Er kündigt weitere Schritte an.

Nachdem die Rekorde bereits vergangene Woche gebrochen wurden, steigen die Corona-Zahlen immer weiter an. Insbesondere auf den Intensivstationen macht sich das bemerkbar. 486 Corona-Patienten kämpfen dort nun um ihr Leben, 2.279 Corona-Kranke sind in Spitalsbehandlung, 126.149 aktive Corona-Fälle zählt Österreich aktuell. Dutzende davon sterben jeden Tag.

Weitere Maßnahmen will das Bundeskanzleramt aber um jeden Preis verhindern. Andeutungen von Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein, dass es bald wohl auch für Geimpfte einen Lockdown geben werde, wischte man beiläufig vom Tisch. Unterdessen steigt der Unmut in der Bevölkerung. Sei es wegen des aktuellen Lockdowns für Ungeimpfte, ersten Meldungen von Triage oder dem Corona-Missmanagements und dem nun offen ausgetragenen Polit-Streits darüber, der neue Maßnahmen nur schwer zulässt.

Experten-Gipfel

Am Mittwoch rief Mückstein schließlich zum angekündigten Experten-Gipfel. Mit Chief Medical Officer Katharina Reich hat er sich per Videokonferenz eine "Einschätzung der Pandemieentwicklung" eingeholt. Auch um die Auswirkung von Maßnahmen wie der vor zehn Tagen eingeführten 2G-Regel und zur Lage in den Spitälern sollte dem Minister berichtet werden.

Besonders der Bericht der Intensivmediziner, denen er seinen tiefen Dank ausspricht, habe deutlich gemacht: "Die aktuelle Lage ist dramatisch." Besonders in den Inzidenz-Spitzenreitern Salzburg (1.673) und Oberösterreich (1.558). "Das Prognosekonsortium rechnet nicht damit, dass es zeitnah zu einer Trendumkehr kommen wird."

Es geht um Menschenleben

"Es geht hier nicht um abstrakte Zahlen oder Wellen. Es geht um Menschenleben", sagt Mückstein. Es gehe darum, ob Menschen eine lebensnotwendige Behandlung bekommen oder nicht.  Die Einschätzungen der Experten sollen nun im Rahmen von internen Besprechungen mit den Kollegen der Bundesregierung sowie den Landeshauptleuten eingebracht werden.

"Die nächsten Schritte, werden wir - sobald vereinbart - gemeinsam kommunizieren", kündigt der Gesundheitsminister an. Tiefgehendere Diskussionen wird es wohl am Freitag beim Corona-Gipfel der Landeshauptleute geben. 

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