Die Bergung des abgestürzten Kleinflugzeugs im Attersee verzögert sich weiter. Auch am Sonntag wird das Wrack vor Steinbach am Attersee nicht aus dem Wasser geholt. Die Einsatzkräfte kämpfen vor allem mit Wind und Wellen.
Das Flugzeug war vergangenen Mittwoch mit zwei Menschen an Bord in den See gestürzt. Wrack und Insassen befinden sich in rund 160 Metern Tiefe.
Die bisherigen Bergungsversuche gestalten sich schwierig. Das Flugzeug ist teilweise im Schlamm versunken. Den Einsatzkräften ist es bislang nicht gelungen, unter das Wrack zu gelangen und dort eine Schlinge für das Berge-Tau anzubringen.
Nun wird das Team verstärkt. Ab Montag sollen professionelle Tieftaucher mit spezieller Ausrüstung zum Wrack in 160 Metern Tiefe vordringen. Doch auch mit den zusätzlichen Spezialisten wird die Bergung nicht sofort abgeschlossen sein. Die Einsatzkräfte rechnen damit, dass die Arbeiten noch längere Zeit dauern.
Bezirksfeuerwehrkommandant Wolfgang Hufnagl erklärt im ORF: "Um hier präzise arbeiten zu können, brauchen wir einen ruhigen See. Die Bergung selbst wird einen ganzen Tag in Anspruch nehmen."
Zusätzlich erschweren Wind und Wellengang die Arbeiten. Sobald sich ein anderes Boot dem Einsatzbereich nähert, verändert sich die Position des Feuerwehrbootes. Die Einsatzkräfte müssen die Berechnungen anschließend erneut durchführen und den Tauchroboter neu programmieren.
Für Sonntag ist kein weiterer Versuch mehr geplant. Am Montag soll der nächste Anlauf mit den Tieftauchern erfolgen. Ob die Bergung dann auf Anhieb gelingt, ist weiterhin offen.