Es ist eine Zitterpartie: Nach dem tödlichen Absturz eines Kleinflugzeugs in den Attersee läuft ein schwieriger Einsatz. Seit Mittwoch arbeiten die Einsatzkräfte daran, das Wrack aus dem See zu bergen. Am Samstag könnte die Maschine an die Oberfläche gebracht werden. Ob das tatsächlich gelingt, ist noch offen.
Das Wrack liegt in einer Tiefe von 163 Metern. Noch in der Nacht auf Samstag waren Einsatzkräfte damit beschäftigt, Seile an der Maschine anzubringen. Dafür kam ein spezieller Tauchroboter der Wasserrettung zum Einsatz. Mit seinem Greifarm sollte er die Seile am Wrack befestigen, das berichtet der ORF.
Doch das Wetter machte den Einsatzkräften einen Strich durch die Rechnung. Wegen des hohen Wellengangs musste die Arbeit noch in der Nacht abgebrochen werden, so der Vöcklabrucker Bezirksfeuerwehrkommandant Wolfgang Hufnagl im ORF.
Am Samstagvormittag werden die Vorbereitungen fortgesetzt. Gelingt es, die notwendigen Seile zu befestigen, soll das Wrack mit Seilen und Hebeballons aus dem Wasser gehoben werden.
Ob die Bergung tatsächlich noch am Samstag durchgeführt werden kann, soll sich laut Hufnagl erst gegen Mittag zeigen.
Fest steht: Selbst wenn alles funktioniert, dürfte der Einsatz lange dauern. "Und selbst wenn, dann wird es mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Das muss man sich wirklich als Millimeterarbeit vorstellen."
Das zweisitzige Flugzeug ist am Mittwochvormittag aus bisher ungeklärter Ursache in den Attersee gestürzt und sofort gesunken. Nach bisherigen Informationen war die Maschine in Salzburg gestartet. Nach Daten von Flightradar24 brach der Kontakt kurz nach 11.23 Uhr ab.
An Bord befanden sich ein 24-jähriger Fluglehrer und eine 19-jährige Flugschülerin aus Deutschland.