Pferd stirbt nach (Hitze-)Trabrennen in der Krieau

(Symbolbild) Nach dem 136. Traberderby in der Wiener Krieau, musste Pferd "Samuel" eingeschläfert werden.
(Symbolbild) Nach dem 136. Traberderby in der Wiener Krieau, musste Pferd "Samuel" eingeschläfert werden.
Mirjam Reither / picturedesk.com
Am (Hitze-)Sonntag wurden trotz 36 Grad die Trabrennen in der Wiener Krieau durchgeführt. Danach musste Trabrennpferd "Samuel" eingeschläfert werden.

Tierschützer vom Verein gegen Tierfabriken (VGT) sind schockiert: Laut Einträgen im "Traberforum" sei am Sonntag das Pferd "Samuel", das trotz einer schweren Beinverletzung am Hauptrennen teilgenommen hatte, eingeschläfert worden. Bei der Fernsehübertragung sah man den Hengst frühzeitig aus dem Rennen ausscheiden. Alle anderen Teilnehmer mussten die Distanzen bis zu 2.600 Meter bei 36 Grad durchführen. VGT Pferdecampaigner Georg Prinz ist entsetzt:

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"Eine solche Tierquälerei wie der Trabrennsport hat in einer modernen Gesellschaft nichts mehr verloren. Dass der Tod eines erst 4-jährigen Pferdes für die Verantwortlichen nicht mal ein klares Statement wert ist, offenbart den Geist, der diese Rennen umweht: Pferde sind für diese Menschen nur Sportgeräte, es zählen nur Ergebnisse, nicht aber das Wohl der Pferde. Auch die Tatsache, dass dieses Rennen bei vom ORF kolportierten 36 Grad um jeden Preis durchgepeitscht wird, zeigt, dass hier jegliches Verständnis für die Bedürfnisse von Pferden abhanden gekommen ist."

Wüstentiere?

Besonders ärgert sich der Pferdeliebhaber auch über die Aussage, der verantwortlichen Rennbahn-Tierärztin, dass Pferde "Wüstentiere" seien, die mit großer Hitze zurecht kämen. Also mache es ja auch nichts, wenn das Siegerpferd beispielsweise in voller Montur für die Schlusszeremonie in der prallen Sonne steht. Abschließend fordert der VGT Konsequenzen:

"Als Tierschutzverein lehnen wir Tierquälerei zu bloßen Unterhaltungszwecken ab. Aus gutem Grund wurden bereits Wildtiere im Zirkus und Tierkämpfe in Österreich verboten. Als nächste logische Konsequenz muss ein Verbot dieser Trabrennen folgen. Als Sofortmaßnahme wäre ein Hitzefrei ab 30 Grad überfällig!"
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