Argentinien zieht mit einem 2:1-Sieg gegen England zum zweiten Mal in Folge ins WM-Finale ein. Neben dem sportlichen Erfolg sorgte aber auch eine politische Botschaft für Aufsehen. Im Mittelpunkt stand der Falklandkrieg zwischen Argentinien und Großbritannien im Jahr 1982.
Damals kämpften beide Länder um die Falklandinseln, die nur wenige hundert Kilometer vor der argentinischen Küste liegen. Bei dem Konflikt kamen rund 900 Menschen ums Leben, etwa zwei Drittel davon waren Argentinier.
Nach dem WM-Halbfinale hielten Giovanni Lo Celso und Lisandro Martínez ein Plakat mit der Aufschrift "Las Malvinas son Argentinas" („Die Falklandinseln gehören zu Argentinien“) in die Höhe. Die FIFA verbietet politische und religiöse Botschaften bei ihren Wettbewerben. Daher droht dem Weltmeister eine Geldstrafe. Eine offizielle Stellungnahme des Weltverbandes gibt es bislang allerdings noch nicht.
Mittelfeldspieler Leandro Paredes verteidigte die Aktion nach dem Spiel: "Und sie werden immer argentinisch sein. Wir wussten, was dieses Spiel für unser Land bedeutet. Wir wollten unser Land und all jene repräsentieren, die diesen traurigen Moment unserer Geschichte erlebt haben, damit sie sich mit uns identifizieren können."