Fall Rebecca

Nach langer Krankheit – Zeugin bricht ihr Schweigen

Vor sechseinhalb Jahren verschwand die damals 15-jährige Rebecca spurlos. Eine Zeugin will den Wagen des Tatverdächtigen damals gesehen haben.
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09.11.2025, 13:45
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Im Fall des 2019 verschwundenen Teenagers Rebecca Reusch bat die Polizei Berlin erneut um Mithilfe. Zeugen, die das Auto des möglichen Täters – einen dunkelroten Renault Twingo – am Tag ihres Verschwindens gesehen haben, sollten sich melden.

Der bislang einzige Verdächtige: Rebeccas Schwager, er war die letzte Person, die Rebecca lebend sah. Zweimal wurde er bereits festgenommen, aber mangels Beweisen wieder freigelassen. Er bestreitet jegliche Vorwürfe. Eine Zeugin, Martina R., hat nun laut "Bild"-Zeitung mit der Polizei Kontakt aufgenommen. Sie konnte nicht länger schweigen.

"Angespannter" Mann am Steuer

"Ich habe den erneuten Zeugenaufruf gesehen. Die Sache beschäftigt mich schon so lange, ich will sie mir endlich von der Seele reden", erzählt die 69-Jährige. Sie habe am 18. Februar 2019 – dem Tag, an dem Rebecca verschwand – besagten Renault Twingo gesehen. Der Wagen sei ihr wegen überhöhter Geschwindigkeit auf einem Autobahnabschnitt aufgefallen. "Ich habe mir gedacht, was das für eine Tussi, die in so einem kleinen Auto rast."

Dieser rote Renault Twingo des Tatverdächtigen wurde am Tag von Rebeccas Verschwinden gesehen.
Polizei Berlin

Aufgrund der Farbe des Autos sei sie davon ausgegangen, dass eine Frau am Steuer gesessen haben müsse. Sie habe dann das Auto überholt und in den Wagen geschaut: "Da saß ein Mann, angespannt, mit einem ganz tief ins Gesicht gezogenen Baseball-Cappy." Das müsse der Tatverdächtige gewesen sein, ist sie sich sicher. Zudem sei ihr etwas Großes, das mit einer Decke bedeckt war, aufgefallen.

Familie bestätigt Sichtung

Zur Frage, warum sie sich erst sechs Jahre später meldet, sagt sie zur "Bild": "Ich kämpfe schon lange damit, war nach Corona lange krank." Sie habe den erneuten Aufruf der Polizei gesehen und möchte helfen, den Fall aufzuklären. Ihr Ehemann und auch ihre Schwester bestätigen, dass Martina R. ihnen damals von dem Renault Twingo erzählt habe. "Das hat ihr die ganzen Jahre keine Ruhe gelassen", so die Schwester.

Ende Oktober dieses Jahres wurde die Suche nach Rebecca vorerst abgeschlossen, nachdem unter anderem zwei Grundstücke im Osten Brandenburgs durchsucht wurden. Bei den Grundstücken handelt es sich offenbar um den Wohnort der Großeltern. Es seien Spuren gesichert worden, die nun ausgewertet würden. Dies werde voraussichtlich mehrere Wochen in Anspruch nehmen.

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