Nach Mord in Wien will Freundin Tochter (4) aufnehmen

Die am Montag in Favoriten getötete 37-Jährige hinterlässt eine vierjährige Tochter.
Die am Montag in Favoriten getötete 37-Jährige hinterlässt eine vierjährige Tochter.Denise Auer
Die am Montag in Favoriten getötete 37-Jährige hinterlässt eine vierjährige Tochter. Eine Freundin des Opfers möchte sich nun um das Kind kümmern. 

Am Montag ereignete sich in Wien-Favoriten eine grausame Gewalttat. Ein 28-Jähriger wird verdächtigt, zwei Frauen getötet zu haben. Der Tatverdächtige wurde am Donnerstag in Untersuchungshaft geschickt. Im Rahmen seiner Einvernahme zeigte er sich umfassend geständig.

Er gab zu, sowohl seine Ex-Frau im Streit um SMS-Nachrichten als auch eine später hinzukommende Bekannte erstochen zu haben. Danach wollte er laut Polizei noch eine weitere Person, einen Mann, töten. "Heute"berichtete. 

Getötete hinterlässt 4-jährige Tochter 

Bei dem Doppelmord hat ein vierjähriges Mädchen seine Mutter verloren. Es handelt sich um das gemeinsame Kind des mutmaßlichen Täters und seiner ermordeten Ex-Frau (37). Zum Tatzeitpunkt am Montag hatte sich das Mädchen glücklicherweise in einem Kindergarten in Betreuung befunden.

Die Mutter ist tot, der Vater steht als mutmaßlicher Mörder seiner Ex-Frau bald vor Gericht. Was passiert nun mit dem vierjährigen Mädchen? Laut einem Bericht der "Krone" will sich eine Freundin der Mutter um das Kind kümmern. 

Freundin der Getöteten will Kind aufnehmen

Gegenüber der Zeitung schilderte Andrea Friemel von der Wiener Kinder- und Jugendhilfe, dass das Kind derzeit in einem Krisenzentrum untergebracht sei. Es werde von speziell ausgebildeten Pädagogen und Psychologen betreut. "Das Team ist ganz nah dran an ihr", so Friemel.

Mittlerweile gebe es "schon einige Leute", die sich gemeldet hätten, mit dem Wunsch, das Kind aufnehmen zu wollen, erzählte Friemel – darunter auch eine enge Freundin der Getöteten.

"Wichtig ist es für uns, dass das Kind einen Bezug zu den Menschen hat, wo es untergebracht werden soll. Wir schauen uns eine etwaige Unterbringung ganz genau an."

Hilfe für Betroffene von Gewalt:

Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555
Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20
Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247
Rat auf Draht: 147

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