"Habe geschrien und geweint"

Nach Nacktvideo: Moderatorin spricht über Trauma

Erin Andrews spricht in einem Podcast über ein Nacktvideo von ihr, das heimlich in einem Hotelzimmer aufgenommen wurde.
Sport Heute
03.09.2026, 09:54
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

US-Sportmoderatorin Erin Andrews spricht über eines der schlimmsten Erlebnisse ihres Lebens. 2009 wurde die heute 48-Jährige von einem Stalker heimlich nackt in ihrem Hotelzimmer gefilmt. Die Aufnahmen landeten anschließend im Internet.

Im Podcast "Call Her Daddy" erinnert sich Andrews an den Moment, als sie von den Videos erfuhr. Ein Freund rief sie während der ESPY Awards mehrfach an und erklärte ihr schließlich: "Es gibt überall im Internet ein Nacktvideo von dir." Zunächst konnte sie es nicht glauben.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Als Andrews die Aufnahmen selbst sah, brach für sie eine Welt zusammen. "Ich habe meine Mutter und meinen Vater angerufen. Ich habe geschrien und geweint, weil ich es war und weil ich nackt in einem Hotelzimmer herumlief", erzählt sie. Ihrem Vater sagte sie damals: "Es ist vorbei. Meine Karriere ist vorbei. Niemand wird mich jemals wieder ernst nehmen."

Hinter den Aufnahmen steckte Michael David Barrett. Er war Andrews in mehrere Städte gefolgt und hatte sich in Hotels Zimmer direkt neben ihr geben lassen. Durch manipulierte Gucklöcher filmte er die Sportjournalistin heimlich in ihrem Zimmer.

"Da war diese widerliche Person, die mir überallhin folgte", erinnert sich Andrews. Besonders schwer wiegt für sie, dass die Hotels sie nicht darüber informiert hätten, dass ein fremder Mann ausdrücklich nach einem Zimmer neben ihr gefragt hatte.

Barrett wurde noch 2009 vom FBI festgenommen und später zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Andrews zog außerdem gegen ihn sowie Hotelunternehmen vor Gericht. 2016 wurden ihr in einem Zivilprozess 55 Millionen Dollar Schadenersatz zugesprochen. Laut dem Bericht erhielt sie davon letztlich allerdings nur rund sieben bis neun Millionen Dollar.

Trotz des traumatischen Erlebnisses setzte Andrews ihre Karriere fort. Heute zählt sie zu den bekanntesten Sportjournalistinnen der USA und wird auch in der kommenden NFL-Saison wieder für Fox Sports als Sideline-Reporterin im Einsatz sein.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 03.09.2026, 10:04, 03.09.2026, 09:54
Mehr zum Thema