Fehlende Gleichberechtigung?

Federer wird stark kritisiert: "Hast auch zwei Töchter"

Billie Jean King hat Roger Federer mit deutlichen Worten kritisiert. Sie fordert vom Schweizer mehr Engagement beim Thema Gleichberechtigung.
Sport Heute
03.09.2026, 08:11
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Roger Federer wurde am vergangenen Wochenende in Newport in die International Tennis Hall of Fame aufgenommen. Die Zeremonie war ein großes Spektakel, bei dem viele bekannte Gesichter aus der Tenniswelt anwesend waren – darunter auch Billie Jean King.

Die  82-jährige Kalifornierin sorgte bei der Feier mit scharfen Aussagen über Federer für Aufregung. "Ich wünschte, er würde sich stärker für Gleichberechtigung einsetzen", sagte King überraschend offen bei den Feierlichkeiten. Ihre Kritik war dabei alles andere als zurückhaltend.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

King kritisiert Federer wegen Gleichberechtigung

King nahm auch Bezug auf Federers Familie. Der Baselbieter und seine Frau Mirka haben zwei Töchter und zwei Söhne. "Ich sage immer wieder zu ihm: 'Roger, du hast zwei Buben und zwei Mädchen. In eurem Haushalt steht es 3:3'", so King. Sie ist überzeugt, Federer hätte seine riesige Bekanntheit noch stärker nützen können, um sich für die Gleichstellung im Tennis einzusetzen – besonders beim Thema Preisgelder.

Die Aussagen von King wurden vom US-Journalisten Jake Nevins vom Magazin "The Racquet" publik gemacht. Laut dem Reporter wollte ein Vertrauter von King das Interview abbrechen, doch die 82-Jährige ließ sich nicht beirren. "Glauben Sie, er würde etwas tun, um am Status quo zu rütteln? Das will er gar nicht. Ich würde an seiner Stelle auch Geld verdienen wollen", sagte King weiter.

Billie Jean King ist im Tennis eine Pionierin für Gleichberechtigung. Anfang der 70er-Jahre war sie maßgeblich an der Gründung einer eigenen Frauentour beteiligt. Ihre Kritik an Federer ist aber nicht ganz gerecht. Der 20-fache Grand-Slam-Sieger hatte bereits 2016 betont, dass er für eine gerechte Verteilung der Preisgelder sei. Gleichzeitig verwies er aber darauf, dass auch die Geschichte und wirtschaftliche Lage der einzelnen Turniere berücksichtigt werden müsse.

Auch in den Folgejahren äußerte sich Federer differenziert zu dem Thema. 2019 forderte Serena Williams die männlichen Spieler auf, sich stärker für gleiche Preisgelder einzusetzen. Federer meinte dazu, dass seine Bemühungen für höhere Preisgelder auf der ATP-Tour letztlich auch den Frauen zugutekämen. Zusätzlich wünschte er sich mehr Unterstützung für die WTA.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 03.09.2026, 12:29, 03.09.2026, 08:11
Weitere Storys