Sie ist gerade einmal zwei Jahre alt – doch Menesa aus Landeck hat bereits mehr Krankenhauszeit hinter sich als viele Menschen in ihrem ganzen Leben.
Das Mädchen wurde in der 23. Schwangerschaftswoche per Kaiserschnitt in Innsbruck geboren, mit nur 490 Gramm Geburtsgewicht. Für die Familie begann damit eine Zeit voller Ungewissheit.
Schon in den ersten Tagen war klar, dass der Start ins Leben alles andere als einfach wird. Es folgten zahlreiche Behandlungen und schließlich sieben Operationen. Unter anderem musste wegen eines Lochs im Darm ein Teil entfernt und ein künstlicher Darmausgang gelegt werden.
"Mehr als die Hälfte ihrer Lebenszeit hat sie in der Klinik verbracht", erzählt ihre Mutter Fatma Bilgen in der "Kleinen Zeitung." Immer wieder sei unklar gewesen, ob Menesa überhaupt durchkommen würde.
Auch nach der Entlassung blieb der Alltag schwierig. Die Mutter musste lernen, medizinische Versorgung selbst zu übernehmen – von der Pflege des künstlichen Darmausgangs bis zur täglichen Betreuung der Infusionen. "Man ist ständig in Sorge, ob man alles richtig macht", sagt sie.
Da Menesa aufgrund eines Kurzdarmsyndroms nicht ausreichend Nährstoffe über die normale Ernährung aufnehmen kann, ist sie weiterhin auf künstliche Ernährung angewiesen – teilweise auch nachts über Infusionen.
Unterstützung bekommt die Familie mittlerweile auch von außen, etwa durch Ehrenamtliche, die der kleinen Kämpferin Zeit schenken und mit ihr spielen oder spazieren gehen.
Trotz allem zeigt Menesa Lebensfreude: Sie ist aktiv, neugierig und liebt es zu spielen. Für ihre Mutter steht fest: Ihre Tochter ist eine Kämpferin – und die Hoffnung bleibt, dass sie eines Tages ohne künstliche Ernährung auskommen kann.