Papst meldet sich zu Wort

Nach Pannen-Hinrichtung – heiliger Beistand für Pike

Bei der Hinrichtung von Christa Pike kam es zu schweren Problemen. Die Frau überlebte schwer verletzt. Nun meldet sich der Papst zu Wort.
Newsdesk Heute
02.10.2026, 15:45
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Die gescheiterte Hinrichtung der verurteilten Mörderin Christa Pike im US-Bundesstaat Tennessee sorgt nun auch für Aufregung im Vatikan. Der 50-Jährigen wurden zwei Spritzen mit dem Mittel Pentobarbital verabreicht. Am Ende überlebte Pike jedoch, weshalb die Behörden die Hinrichtung abbrachen.

Zeugen berichteten, dass die Frau schwer geatmet, geschnarcht und nach Luft gerungen haben soll. Jetzt kämpft sie in einem Krankenhaus um ihr Leben. Laut ihrem Anwalt Randy Spivey befinde sich die 50-Jährige in einem kritischen Zustand. Er sprach von Verbrennungen und Blasen rund um die Einstichstelle.

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Gesuch von Papst

Das Ziel ist nun, dass die Todesstrafe seiner Mandantin in eine Haftstrafe umgewandelt wird – eine Forderung, der sich auch der in den USA geborene Papst Leo XIV. angeschlossen hat. Laut der italienischen Tageszeitung "La Repubblica" habe der Pontifex in einem Gesuch um die Aussetzung der Todesstrafe für Pike gebeten. Bisher habe es jedoch keine Reaktion gegeben.

Die Todesstrafe werde vom Heiligen Stuhl grundsätzlich abgelehnt. Schon in der Vergangenheit habe es Gesuche gegeben, die Todesstrafen von Häftlingen nicht zu vollstrecken. Angesichts des dramatischen Verlaufs bei der Hinrichtung von Pike gewinne die Initiative des Papstes jedoch an Gewicht, hieß es weiter. Schon die katholischen und protestantischen Bischöfe von Tennessee forderten im Fall Pike die Umwandlung in eine Haftstrafe.

Möglicher Grund für Überleben

Laut ihrem Anwalt habe sie eine Strafe erdulden müssen, die größer sei als die jeder Person in der Geschichte der amerikanischen Todesstrafe. Gleichzeitig erhob Spivey schwere Vorwürfe gegen die zuständigen Behörden. Demnach hätte das Personal eine Stunde lang erfolglos versucht, einen intravenösen Zugang zu legen.

Spivey habe im linken Arm von Pike "mindestens sieben Nadeln, von denen eine verbogen zu sein schien" gezählt. Schon vor der Hinrichtung hätten die Anwälte der 50-Jährigen mögliche Schwierigkeiten beim Verabreichen der Giftspritze hingewiesen. Demnach hätte Pike kleine und schwer zugängliche Venen.

Noch während des Hinrichtungsversuchs habe sich der Arm der 50-Jährigen violett verfärbt. Laut Medizinern, die von der "New York Times" befragt wurden, sei es möglich, dass ein Teil des Pentobarbitals nicht in die Blutbahn gelangte, sondern lediglich das umliegende Gewebe erreichte. Dies sei der Grund, warum Pike nicht starb.

red,Akt. 02.10.2026, 15:48, 02.10.2026, 15:45
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