Diplomatischer Eklat

Selenskyj verrät brisantes Geheimnis über Verbündeten

Zwischen Südkorea und der Ukraine kracht es. Präsident Lee Jae Myung fordert eine öffentliche Entschuldigung aus Kiew – sonst drohen Konsequenzen.
Newsdesk Heute
02.10.2026, 15:43
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Der Streit zwischen Südkorea und der Ukraine spitzt sich weiter zu. Südkoreas Präsident Lee Jae Myung drohte Kiew am Freitag mit "zusätzlichen Maßnahmen", sollte die ukrainische Regierung eine von Seoul behauptete Geheimhaltungsvereinbarung weiterhin bestreiten und sich nicht öffentlich entschuldigen.

Auslöser der Verstimmung ist die Übergabe von zwei nordkoreanischen Kriegsgefangenen an Südkorea. Die beiden Soldaten waren von ukrainischen Truppen gefangen genommen worden, nachdem sie auf russischer Seite im Krieg gegen die Ukraine eingesetzt worden waren.

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Selenskyj verrät Übergabe bei UNO-Rede

Für Ärger in Seoul sorgte ausgerechnet eine Rede des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor der UNO-Vollversammlung im September. Dabei machte er öffentlich, dass die beiden nordkoreanischen Soldaten mittlerweile nach Südkorea gebracht worden waren.

Die südkoreanische Regierung reagierte verärgert. Nach Darstellung Seouls hatten beide Länder vereinbart, die Übergabe geheim zu halten. Hintergrund sei vor allem die Sicherheit der Soldaten und ihrer weiterhin in Nordkorea lebenden Familien gewesen. Kiew bestreitet hingegen, dass es eine solche Geheimhaltungsvereinbarung gegeben habe. Genau daran entzündet sich nun der diplomatische Streit.

Präsident fordert Entschuldigung

Lee verschärfte am Freitag den Ton. Sollte die Ukraine "weiterhin die Fakten leugnen" und eine öffentliche Entschuldigung verweigern, werde Südkorea "zusätzliche Maßnahmen" ergreifen, schrieb der Präsident auf X. Welche Konsequenzen Seoul konkret erwägt, ließ Lee offen. Bereits zuvor hatte Südkorea von der Ukraine eine offizielle Erklärung und eine Entschuldigung verlangt. Beide Außenministerien stehen nach Angaben Seouls inzwischen in direktem Kontakt.

Kiew betreibt Schadensbegrenzung

Die ukrainische Seite bemüht sich unterdessen um eine Entschärfung des Konflikts. Außenminister Andrij Sybiha sprach Medienberichten zufolge nicht von einem Zwischenfall, sondern von einem "diplomatischen Missverständnis". Kiew arbeite an einer raschen Lösung. Auch zwischen den Außenministern beider Länder laufen Gespräche darüber, wie die Ukraine auf die Forderungen Seouls reagieren könnte.

Südkorea ist verärgert

Kiew arbeite an einer raschen Lösung. Auch zwischen den Außenministern beider Länder laufen Gespräche darüber, wie die Ukraine auf die Forderungen Seouls reagieren könnte. Solche Äußerungen könnten nach seiner Darstellung dazu beitragen, Spannungen auf der koreanischen Halbinsel weiter anzuheizen. Lee sprach von "ernster Besorgnis" und warf der Ukraine vor, damit einen Krieg auf der koreanischen Halbinsel herbeizureden.

red,02.10.2026, 15:43