Richtige Entsorgung

Nach Pfand-Einführung – 30 % weniger Plastik im Müll

Das Einwegpfand zeigt in Wien deutlich Wirkung. Nur gut ein Jahr nach der Einführung landen spürbar weniger Plastikflaschen im Müll.
Wien Heute
21.03.2026, 20:19
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Die Zahlen der MA 48 (Abfallwirtschaft) sprechen eine klare Sprache: Während 2024 noch knapp 15.500 Tonnen Müll in der Gelben Tonne oder im Gelben Sack gesammelt wurden, waren es im Vorjahr nur noch 13.555 Tonnen.

Besonders deutlich zeigt sich der Effekt im öffentlichen Raum, wie der ORF berichtet. In den rund 21.000 Mistkübeln Wiens wurden um 30 Prozent weniger Pfandflaschen entsorgt als noch im Jahr davor. Auch bei den Entsorgungsbetrieben sorgt das für Entlastung.

Auch Restmüll ging zurück

Nach der Umstellung der Sammlung von Leichtverpackungen im Jahr 2023 war die Müllmenge zunächst stark angestiegen. Damals musste die MA 48 zusätzliche Samstagsleerungen einführen. Diese Maßnahmen sind mittlerweile Geschichte.

Ende 2025 konnten die zusätzlichen Entleerungen wieder eingestellt werden. Parallel dazu ging auch der Restmüll zurück. Die gesammelte Menge sank von 525.885 Tonnen auf 517.002 Tonnen. Pro Kopf bedeutet das ein Minus von 7,3 Kilogramm Müll.

Kleine Öffnungen bei Gelber Tonne bleiben

Ein Teil davon dürfte ebenfalls auf das Pfandsystem zurückzuführen sein. Denn viele Flaschen landen nun nicht mehr im Müll, sondern werden zurückgegeben. Unverändert bleibt hingegen ein Detail, das immer wieder für Diskussion sorgt. Die kleinen Einwurf-Öffnungen bei den gelben Tonnen bleiben bestehen.

Laut MA 48 hat das einen klaren Vorteil: Es gebe weniger Fehlwürfe und damit eine bessere Qualität der getrennten Sammlung. Das Fazit fällt eindeutig aus: Das Pfand hat Wien sauberer gemacht – und bringt auch Vorteile für die Müllentsorgung.

{title && {title} } red, {title && {title} } 21.03.2026, 20:19
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