Nach Pfefferspray-Angriff sitzt das Opfer in Haft

Eine Pfefferspray-Attacke ließ einen Raub in Tirol auffliegen.
Eine Pfefferspray-Attacke ließ einen Raub in Tirol auffliegen.iStock/Symbolbild
Kurios: Ein 20-Jähriger wurde in Landeck von einem 19-Jährigen mit Pfefferspray attackiert. In Haft sitzt nun allerdings der angegriffene 20-Jährige.

Nach einem Monat konnte ein Abgriff mit Pfefferspray in Landeck geklärt werden. Am 8. Dezember kurz nach 18 Uhr hielt ein damals unbekannter Mann vor einem Lokal in Landeck ein Fahrzeug an, indem er unmittelbar vor dem Auto auf die Straße lief. Dann packte der Mann ein Pfefferspray aus und sprühte es durch die leicht geöffnete Seitenscheibe in den Wagen. Der 20-jährige Autolenker stieg aus und bekam eine weitere Dosis mitten ins Gesicht, der Angreifer flüchtete.

Heute, einen Monat später, sitzt allerdings das 20-jährige Opfer in Haft. Die Polizei konnte nämlich einen 19-jährigen Österreicher als Beschuldigten ausforschen. Der gestand nicht nur die Attacke, sondern plauderte auch gleich aus dem Nähkästchen. Demnach hatte der 20-Jährige einen Tag nach dem Pfefferspray-Einsatz einen Bekannten des 19-Jährigen aufgespürt und diesem Drohungen ausgerichtet.

Ursprüngliches Opfer inhaftiert

Der ebenfalls 19-jährige Bekannte vereinbarte daraufhin ein Treffen im Ortsgebiet von Kauns. Dabei setzte er sich in das Fahrzeug des 20-Jährigen und wurde nach seiner eigenen Aussage mit einer Schreckschusspistole bedroht. Als der 19-Jährige aus dem Auto flüchtete, schoss der 20-Jährige aus dem Fahrzeug und bedrohte den 19-Jährigen mit einem Elektroschocker. Der Jüngere übergab dem Bewaffneten schließlich einen niedrigen dreistelligen Eurobetrag.

Der 20-jährige Österreicher wurde schließlich am 5. Februar 2021 über Anordnung der Staatsanwaltschaft Innsbruck festgenommen und in die Justizanstalt Innsbruck eingeliefert. Über ihn wurde die Untersuchungshaft verhängt. Sowohl gegen den 19-jährigen Beschuldigten der Pfefferspray-Attacke als auch gegen 20-jährigen Beschuldigten wegen des Verdachts des schweren Raubes wurde ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen.

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