Katastrophenstart! Sieben Niederlagen in den letzten acht Spielen kassierten die Wölfe in der deutschen Bundesliga – eine Statistik, bei der jeder Trainerstuhl gewaltig wackelt. Die 2:1-Niederlage gegen Werder Bremen am Freitagabend dürfte das endgültige Aus für Wolfsburg-Trainer Paul Simonis besiegelt haben. Sportdirektor Sebastian Schindzielorz vermied nach dem nächsten Rückschlag ein Bekenntnis zum Niederländer – die Weichen stehen auf Abschied.
"Ich bitte um Verständnis, dass ich da jetzt nicht viel zu sagen möchte. Fakt ist: Wir haben uns viel mehr vorgenommen, als wir gezeigt haben. Heute in der zweiten Halbzeit, aber auch in den letzten Wochen", erklärte Schindzielorz vielsagend und meinte weiter: "Insofern, auch das wurde in den letzten Wochen diskutiert, ist die Kritik natürlich auch berechtigt und der müssen wir uns stellen. Wir werden jetzt zurückfahren und dann schauen wir."
Der erst vor der Saison verpflichtete Simonis wollte mit den Wölfen den Europapokal anstreben, kassierte nun aber schon die sechste Niederlage – mit nur acht Punkten nach zehn Spieltagen hat der Werksklub seine historische Minus-Bilanz aus der Saison 2012/13 eingestellt. Nach der Pleite gegen die TSG Hoffenheim hatte sich Schindzielorz noch klar zu Simonis bekannt, mittlerweile könnte aber auch der Manager vor dem Aus stehen.
"Ich versuche, so gut es geht meine Arbeit zu machen – und wenn es andere Informationen gibt, dann werde ich die erhalten. Bis jetzt habe ich sie nicht erhalten", sagte Schindzielorz: "Insofern versuche ich mein Bestes weiter für den VfL Wolfsburg zu geben."