Nach turbulenten Wochen, in der es für die beiden eigentlich ins Rennen gegangenen Kandidaten Michael Walchhofer und Renate Götschl keine Mehrheit gab, Schmidhofer nur die Kompromisslösung war, verlief die eigentliche Wahl dann harmonisch.
Im Rahmen der 85. ordentlichen Länderkonferenz des österreichischen Skiverbands in Villach war der 59-jährige Schmidhofer am Samstag ohne Gegenstimmen zum ÖSV-Präsidenten gewählt worden. Es gab auch keine Enthaltungen. Seine erste Amtsperiode läuft bis 2024.
Roswitha Stadlober, Alfons Schranz und Kurt Steinkogler wurden als Vizepräsidenten und Vizepräsidentinnen bestätigt, hinzu kommen Hermann Nagiller und Claudia Strobl-Traninger, genauso wie der ÖSV-Generalsekretär Christian Scherer, der das Präsidium berät, allerdings kein Stimmrecht hat.
Im Vorfeld der Präsidentenwahl hatte sich wochenlang ein öffentlicher Machtkampf abgespielt. Walchhofer war zunächst als Favorit gehandelt worden, hatte allerdings mit Götschl eine Gegenkandidatin. Nachdem die Landespräsidenten keine Einigung erzielen konnten, wurde der steirische Landespräsident Schmidhofer, der gar nicht kandidiert hatte, als Kompromiss-Kandidat vorgeschlagen. Walchhofer hat danach den ÖSV verlassen.
Peter Schröcksnadel wurde derweil mit lautem Applaus verabschiedet. Der 79-Jährige legt nach 30 Jahren sein Amt als ÖSV-Präsident nieder.